EU plant strengere Altersgrenzen für soziale Netzwerke

Christian Palm • 13.07.26 - 17:14 Uhr
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Die EU-Kommission will den Social-Media-Zugang für Kinder begrenzen. Ein Vorschlag soll nach dem Sommer 2026 folgen.
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Die EU-Kommission bereitet strengere Regeln für den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Netzwerken vor. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am 13. Juli 2026 an, nach der Sommerpause einen Vorschlag vorzulegen. Grundlage sind die Empfehlungen eines von ihr eingesetzten Expertengremiums. (Reuters)

Unter 13 nur noch stark eingeschränkter Zugang

Das Gremium empfiehlt, Kinder unter 13 Jahren soziale Medien und andere digitale Dienste nur unter Aufsicht von Erwachsenen, in einem pädagogischen Umfeld und zeitlich begrenzt nutzen zu lassen. Für ältere Jugendliche ist ein stufenweiser Zugang im Gespräch.

Ein beschlossenes Social-Media-Verbot gibt es damit noch nicht. Ein möglicher Gesetzesvorschlag müsste zunächst von den EU-Staaten und dem Europäischen Parlament beraten werden.

Plattformen sollen Sicherheit nachweisen

Die EU will die Verantwortung stärker auf die Betreiber verlagern. Plattformen könnten künftig nachweisen müssen, dass ihre Angebote für eine bestimmte Altersgruppe sicher sind. Dabei geht es unter anderem um suchtfördernde Funktionen, ungeeignete Empfehlungen und den Umgang mit persönlichen Daten.

Parallel arbeitet die Kommission an einer Altersverifikation, bei der Nutzer ihr Alter bestätigen können sollen, ohne ihre komplette Identität gegenüber einer Plattform offenzulegen.

Altersprüfung bleibt der schwierige Teil

Die technische Umsetzung dürfte zum größten Streitpunkt werden. Altersgrenzen funktionieren nur, wenn Plattformen Minderjährige zuverlässig erkennen. Gleichzeitig darf daraus keine allgemeine Ausweispflicht für das Internet entstehen.

Die Kommission muss deshalb eine Lösung finden, die Kinder schützt, aber möglichst wenige persönliche Daten offenlegt. Wie streng die Altersgrenzen ausfallen und welche Dienste betroffen wären, soll sich erst mit dem angekündigten Vorschlag zeigen.

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