Hetzner hat offizielle Details zu der angekündigten Preisanpassung am 15. Juni 2026 veröffentlicht. Hinter den Kulissen passiert dabei mehr als eine reine Preiserhöhung. Der Hoster baut seine gesamte Produktstruktur um. Das bringt für dich neue Bezeichnungen, starre Hardware-Pakete, aber überraschenderweise auch ein paar Sparpotenziale mit sich.
Wenn du bereits Server bei Hetzner gemietet hast, bleibt deine Rechnung unverändert. Die neuen Preise gelten ausschließlich für Neubestellungen oder wenn du ein bestehendes System skalierst. Betroffen sind alle Dedicated Server und Cloud-Tarife an sämtlichen Standorten. Server aus der Serverbörse, IPs, Load Balancer und Storage-Produkte bleiben von den Aufschlägen verschont.
Schluss mit individuellem RAM: Die neuen Server-Klassen
Hetzner verabschiedet sich von der flexiblen Hardware-Konfiguration. Künftig wird das Portfolio der Dedicated Server komplett standardisiert. Die Modelle werden in feste Typen unterteilt, die du an den Anhängseln „-1“, „-2“ und „-3“ erkennst. Eigene Anpassungen bei Arbeitsspeicher und Festplatten fallen damit weg.
Das Ziel dahinter ist eine schnellere Bereitstellung und leichtere Wartung. Für dich bedeutet es vor allem: Du musst deine Setups künftig in diese vorgefertigten Schablonen pressen. Wer punktgenau konfigurieren wollte, verliert etwas Flexibilität.
Die neuen Limited-Server für Schnäppchenjäger
Um die gestiegenen Beschaffungskosten auf dem Hardware-Markt abzufedern, führt Hetzner eine neue Produktlinie ein. Unter dem Label „-1-Ltd“ kommen sogenannte „Limited“-Server auf den Markt. Diese Server bestehen aus Hardware-Komponenten, die Hetzner zu besonders günstigen Konditionen einkaufen konnte.
Diese Modelle sind nur in begrenzter Stückzahl verfügbar und hängen stark vom aktuellen Einkaufsmarkt ab. Wenn du bei der Hardware keine hochspezifischen Anforderungen hast, kannst du hier künftig Infrastruktur zu sehr attraktiven Konditionen abgreifen. Es lohnt sich also, nach dem 15. Juni gezielt nach diesen Limited-Modellen Ausschau zu halten.
Geringere Setup-Gebühren gleichen monatliche Kosten aus
Die monatlichen Fixkosten für neue Server steigen, aber Hetzner dreht an einer anderen Stelle an der Preisschraube nach unten. Bei den meisten Dedicated Servern werden die einmaligen Setup-Gebühren zum Stichtag spürbar gesenkt.
Für deine Kalkulation bedeutet das: Wenn du Server häufiger austauschst, kurzfristige Projekte hochziehst oder schnell neue Nodes in ein Cluster einbindest, kommst du durch die niedrigeren Setup-Kosten anfangs sogar günstiger weg. Erst bei einer sehr langen Laufzeit schlägt die höhere monatliche Gebühr voll durch. Die konkreten Zahlen der neuen Preisliste schaltet Hetzner allerdings erst direkt am Tag des Rollouts auf der Website frei.
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