1Password erhöht die Preise für Einzelnutzer

Christian Palm • 24.02.2026
2 Min. Lesezeit • 1 Kommentar
Der Passwort-Manager 1Password hebt im März 2026 die Preise für Einzelabos an. Wir schauen auf die Details der Preisanpassung und was sich für dich ändert.
Passwort-Dialog

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Wer sein Postfach in diesen Tagen öffnet, findet dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Post von 1Password. Der kanadische Sicherheits-Dienstleister hat angekündigt, die Preise für Einzelabonnements nach längerer Stabilität nach oben zu schrauben. Ab dem 27. März 2026 wird es für dich teurer, wenn du deine Logins und Kreditkartendaten weiterhin in deren Tresor verschließen möchtest.

Bisher konntest du das Einzelabo für recht moderate 31,80 Euro im Jahr nutzen. Zukünftig wandern 43,80 Euro von deinem Konto zum Anbieter. Das ist ein Sprung von satten zwölf Euro - prozentual gesehen also eine Steigerung, die man nicht mal eben als Rundungsfehler abtun kann. Falls dein Abo zufällig kurz vor dem Stichtag im März verlängert wird, hast du Glück und zahlst noch einmal den alten Preis. Alle anderen müssen bei der nächsten Rechnung tiefer in die Tasche greifen.

Die Begründung des Unternehmens liest sich wie das Standard-Drehbuch für Preisanpassungen im Software-Sektor. Man verweist auf erhebliche Investitionen in neue Funktionen, die verbesserte Watchtower-Sicherheit und natürlich auf KI-gestützte Features, die beim Benennen von Objekten helfen sollen. Ob man für eine automatische Namensgebung von Logins wirklich eine Preiserhöhung von fast 40 Prozent braucht, sei mal dahingestellt. Am Ende zahlt man hier eben nicht nur für die Features, sondern auch für die Infrastruktur und das Versprechen, dass die Daten auch morgen noch sicher sind.

1Password hat sich über die Jahre von der kleinen Mac-Nische zum Industriestandard hochgearbeitet. Das Tool ist zweifellos komfortabel, die Browser-Erweiterungen funktionieren meist reibungslos und die App-Oberfläche wirkt aufgeräumt. Doch mit der neuen Preisgestaltung rückt das Unternehmen näher an die Konkurrenz heran, die teilweise deutlich aggressiver bepreist oder im Fall von Open-Source-Lösungen wie Bitwarden fast gar nichts verlangt, obwohl sie auch kürzlich minimal teurer wurden.

Wenn du 1Password schon ewig nutzt, wirst du den Aufschlag wahrscheinlich zähneknirschend akzeptieren, allein schon wegen des Umzugsaufwands. Wer jedoch ohnehin nur Basisfunktionen nutzt, wird sich nun fragen müssen, ob der "kluge Tresor" den Aufpreis wert ist. Innovation kostet Geld, das ist klar. Aber bei Software-Abos scheint die Kurve derzeit nur noch eine Richtung zu kennen.

Vielleicht auch jetzt doch ein Umzug zu Bitwarden mit EU-Server?

Kommentare (1)

Will
24.02.2026 - 21:03 Uhr
Frech. Da bin ich raus!!
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