Passwort-Manager: Bitwarden wird teurer, bleibt aber fair

Michi • 21.01.2026
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Bitwarden erhöht die Preise für Premium- und Family-Tarife, bietet dafür aber 5 GB Speicher, neues Passwort-Coaching und verbesserte 2FA-Optionen.
Passwort-Dialog

Bitwarden dreht an der Preisschraube, wie bei Reddit gepostet wurde. Wer den Passwortmanager bisher für einen fast schon unverschämt günstigen Zehner im Jahr genutzt hat, muss jetzt etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Unternehmen passt die Tarife für Premium-Nutzer und Familien an - natürlich nicht ohne im Gegenzug ein paar neue Funktionen ins Schaufenster zu stellen, um den Preissprung zu rechtfertigen.

Für Einzelnutzer im Premium-Tarif steigt der Preis auf 19,80 Dollar pro Jahr. Das ist fast eine Verdoppelung, auch wenn 1,65 Dollar im Monat im Vergleich zur Konkurrenz immer noch nach einem fairen Deal klingen. Familien mit bis zu sechs Personen zahlen künftig 47,88 Dollar jährlich. Damit die Pille nicht ganz so bitter schmeckt, gibt es für Bestandskunden bei der nächsten Verlängerung einmalig 25 Prozent Rabatt. Der kostenlose Tarif bleibt glücklicherweise unangetastet: Unbegrenzte Passwörter auf allen Geräten sind dort weiterhin inklusive.

Was bekommt man für das zusätzliche Geld? Bitwarden führt sogenannte „Vault Health Alerts“ und ein integriertes Passwort-Coaching ein. Das Tool meckert nun also nicht mehr nur passiv im Hintergrund über schwache oder doppelt genutzte Passwörter, sondern schubst dich direkt beim Benutzen darauf und hilft beim Ändern. Zudem wurde das Limit für Anhänge von 1 GB auf 5 GB angehoben. Wer seine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ernst nimmt, kann nun bis zu zehn Sicherheitsschlüssel oder Passkeys hinterlegen. Ein Phishing-Blocker steht ebenfalls auf der Roadmap.

Es ist die klassische Entwicklung eines Open-Source-Lieblings, der erwachsen wird - oder zumindest die Erwartungen seiner Investoren erfüllen muss. Die neuen Features sind sinnvoll, wirken aber auch ein wenig wie die notwendige Dekoration für eine Preiserhöhung, die ohnehin überfällig war. Dass Bitwarden trotzdem am kostenlosen Modell und der Self-Hosting-Option festhält, sichert ihnen vermutlich weiterhin den Platz als Sympathieträger in der Tech-Blase.

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