Google zieht die Preisschraube für sein werbefreies Videoportal in Deutschland spürbar an. Sämtliche Abo-Modelle von YouTube Premium werden teurer. Während Neukunden ab sofort die höheren Gebühren zahlen, bleibt Bestandskunden noch eine kurze Übergangsfrist. Wer die Plattform weiterhin ohne Werbeunterbrechungen und mit Hintergrundwiedergabe nutzen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die neuen Tarife im Überblick
Die Preiserhöhung betrifft jedes verfügbare Abo-Modell. Das reguläre Einzel-Abonnement kostet nun zwei Euro mehr pro Monat. Den prozentual größten Sprung macht der abgespeckte Lite-Tarif, der um rund 33 Prozent teurer wird. Diese Option verzichtet auf YouTube Music und reduziert lediglich die Werbung in regulären Videos. Für Familien steigt der Preis um vier Euro im Monat.
| Abonnement | Alter Preis | Neuer Preis | Änderung |
|---|---|---|---|
| Einzelperson (monatlich) | 12,99 Euro | 14,99 Euro | +2,00 Euro |
| Einzelperson (jährlich) | 129,99 Euro | 149,99 Euro | +20,00 Euro |
| Familienabo (monatlich) | 23,99 Euro | 27,99 Euro | +4,00 Euro |
| Studenten (monatlich) | 7,49 Euro | 8,99 Euro | +1,50 Euro |
| Premium Lite (monatlich) | 5,99 Euro | 7,99 Euro | +2,00 Euro |
Fristen für Bestandskunden
Wer bereits ein aktives Abonnement besitzt, wird von Google derzeit per E-Mail über die Anpassung informiert. Das Unternehmen hält sich an die eigenen Nutzungsbedingungen und gewährt eine Frist von mindestens 30 Tagen. Die neuen Beträge werden somit erst mit dem nächsten Abrechnungszeitraum nach Ablauf dieser Frist fällig. Es ist die erste umfassende Teuerung für den Dienst in Deutschland seit dem Jahr 2023. Google begründet den Schritt mit gestiegenen Kosten für die Server-Infrastruktur und dem allgemeinen Inflationsausgleich.
Der Buchungsweg entscheidet auch über den Preis
Beim Abschluss oder Wechsel des Abonnements existiert eine klassische Kostenfalle. Wer die Buchung direkt über die YouTube-App auf einem iPhone oder Android-Smartphone vornimmt, zahlt oft deutlich mehr. Die Betreiber der App-Stores verlangen Provisionen für In-App-Käufe, die Google direkt an die Endkunden weitergibt.
Der direkte Weg über den Webbrowser auf der YouTube-Website umgeht diese Zusatzgebühren. Wer dort bucht, zahlt den regulären Standardpreis und vermeidet den Aufschlag der App-Stores. Falls Du Dein Abo aktuell über ein iOS-Gerät im App-Store abgeschlossen hast, kann sich eine Kündigung und der anschließende Neuabschluss über den Browser wirtschaftlich lohnen.
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