Spotify lässt Free-User freier spielen - mit angezogener Handbremse

Christian Palm • 15.09.2025
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Spotify gibt Free-Usern mehr Kontrolle: gezielte Songwahl und mobile Sharing-Optionen - aber mit klaren Limits.
Spotify

Spotify schraubt wieder an seinem Free-Abo. Ab sofort können Nutzer auch ohne Premium gezielt Songs suchen und abspielen. Das Feature nennt sich „Search & Play“ beziehungsweise „Pick & Play“ und wird laut Unternehmen weltweit noch im Laufe des Tages freigeschaltet. Außerdem dürfen Free-User jetzt auch Songs, die ihnen über Freunde geteilt wurden, direkt am Smartphone starten. Bisher war das nur am Desktop oder Tablet möglich.

Die plötzliche Großzügigkeit kommt natürlich nicht ohne Hintergedanken. Spotify hofft, dass mehr direkte Interaktionen mit dem Dienst die Werbeeinnahmen ankurbeln. Und vielleicht stolpert der ein oder andere Gratis-Nutzer irgendwann ins Premium-Abo, genau so, wie es das Geschäftsmodell vorsieht.

Ganz ohne Limit bleibt das Ganze aber nicht. Spotify hält sich bedeckt, wie stark die On-Demand-Nutzung im Free-Tarif gedeckelt ist. Unbegrenzt Songs direkt abspielen ist also nicht drin, auch beim Skippen von Tracks innerhalb von Playlists gibt es nach wie vor Grenzen. Wer vollständige Freiheit will, zahlt weiter monatlich.

Spannend ist der zeitliche Kontext: Erst kürzlich hatte Spotify Lossless Audio still und leise ins Premium-Abo gepackt - ganz ohne teure Zusatzpakete. Jetzt sind also die Free-User an der Reihe, die trotz allem einen erheblichen Teil der Einnahmen sichern. Die Botschaft scheint klar: Premium bekommt den besseren Sound, Free die bessere Kontrolle.

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