Instagram hat es geschafft: Nach 15 Jahren bekommt die iPad-Community endlich eine native App. Ja, richtig gelesen - es ist 2025, und Instagram sieht auf dem iPad nicht mehr aus wie ein missglückter Screenshot vom iPhone.
Lange war das iPad für viele Apps ein Prestigeobjekt: größerer Screen, mehr Platz für UI-Optimierung, Multitasking. Instagram? Hat das Tablet über Jahre konsequent ignoriert. Stattdessen: aufgezogene iPhone-Ansicht, schwarze Ränder, niedrige Fotoauflösung beim Upload. Und das, obwohl Meta sogar faltbare Android-Geräte früher bedacht hat.
Jetzt also der Sinneswandel. Die neue App (ab iPadOS 15.1) ist mehr als kosmetisch. Sie nutzt die Bildschirmgröße endlich sinnvoll: Reels stehen beim Start im Mittelpunkt, Stories bleiben oben, und die Navigation wandert übersichtlich nach links. Dazu kommt der neue "Following"-Tab mit drei Spalten: "Alle" zeigt empfohlene Inhalte von Gefolgten, "Freunde" zeigt Posts von Kontakten mit gegenseitigem Follow, und "Zuletzt" bringt den vermissten chronologischen Feed zurück. Man erinnert sich: Der war 2016 verschwunden, ersetzt durch Algorithmen-Willkür.
In der Nachrichtenansicht gibt's jetzt eine Split-View: links die Konversationen, rechts der Chatverlauf. Auch Kommentare blockieren beim Scrollen durch Reels nicht mehr das halbe Display. Meta verspricht zudem: Weniger Taps, mehr Funktion.
Instagram-Chef Adam Mosseri hatte sich in der Vergangenheit gern auf fehlende Ressourcen herausgeredet. Bei einem Konzern wie Meta eine Argumentation, die fast schon kreativ wirkt. Auch WhatsApp brauchte übrigens 14 Jahre bis zur iPad-Version. Immerhin ist jetzt Bewegung drin.
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