Kurz nach der Vorstellung des Galaxy S26 liefert Samsung nun ein Feature nach, das eigentlich schon viel früher auf dem Plan stand: Den Digital Home Key. Damit wandert der Haustürschlüssel direkt in das Samsung Wallet. Das Ganze ist mehr als nur eine Spielerei für Gadget-Fans, denn es basiert auf dem neuen Aliro-Standard der Connectivity Standards Alliance (CSA), der im Februar finalisiert wurde.
Technisch nutzt Samsung zwei Wege, um dich ins Haus zu lassen. Wer es klassisch mag, hält sein Smartphone einfach per NFC an das Schloss - quasi wie beim Bezahlen im Supermarkt. Spannender wird es aber im April, wenn die Unterstützung für Ultra-Wideband (UWB) folgt. Damit erkennt das Schloss, wenn du dich der Tür näherst, und entriegelt automatisch, ohne dass du das Handy überhaupt aus der Tasche kramen musst.
Dass es bis 2026 gedauert hat, liegt vor allem an der langsamen Geburt des Aliro-Standards. Dieser soll herstellerübergreifend dafür sorgen, dass digitale Schlüssel auf verschiedenen Plattformen funktionieren. Wer das nutzen möchte, braucht allerdings ein kompatibles Schloss - Aqara ist hier mit dem U400 bereits in den Startlöchern - und ein entsprechendes Galaxy-Device. Unterstützt werden die Ultra-Modelle ab dem S22 sowie die Fold-Reihe ab dem Z Fold 4.
Die Einrichtung läuft über die SmartThings-App via Matter. Dass Samsung zeitgleich auch Boarding-Pässe von American Airlines ins Wallet integriert, ist eine nette Randnotiz, aber der digitale Schlüssel für die eigenen vier Wände ist definitiv das Update, auf das viele gewartet haben. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung "leere Hosentasche", auch wenn die Hardware-Basis bei den Türschlössern weltweit wohl noch ein paar Jahre brauchen wird, um flächendeckend mitzuziehen.
Kommentare (0)