Apple erlaubt Passkey-Import und -Export: Der Weg zur Plattformfreiheit

Christian Palm • 14.06.2025 · 2 Min. Lesezeit
Mit iOS 26 und macOS 26 führt Apple eine Import-/Export-Funktion für Passkeys ein - ein wichtiger Schritt hin zu plattformübergreifender Nutzung.
Passwort-Dialog

Apple hat auf der WWDC 2025 eine Funktion vorgestellt, die viele Sicherheitsfans und Passwortmanager-Nutzer längst gefordert haben: Passkeys lassen sich künftig importieren und exportieren - systemübergreifend.

Mit iOS 26, iPadOS 26 und macOS 26 wird es erstmals möglich sein, Passkeys aus dem Apple-Kosmos herauszuholen oder von anderen Plattformen einzuspielen. Bislang waren die verschlüsselten Schlüsselpaare fest an das Apple-Ökosystem gebunden. iCloud-Sync funktionierte zwar reibungslos zwischen iPhone, iPad und Mac, aber beim Umzug zu Windows, Android oder einem anderen Passwortmanager endete die Reise abrupt.

Mit dem neuen Werkzeug soll genau das anders werden. Apple greift damit eine zentrale Schwäche der Passkey-Technologie auf - und bewegt sich einen Schritt näher an echte Plattform-Unabhängigkeit.

Die Initiative ist Teil eines größeren Branchenprojekts. Auch Google arbeitet an vergleichbaren Funktionen für seinen Passwortmanager, ein konkreter Zeitplan fehlt aber noch. Die FIDO Alliance, die Standards für passwortlose Authentifizierung entwickelt, koordiniert die Zusammenarbeit mit Diensten wie 1Password, Dashlane oder Bitwarden.

Gerade für Menschen, die bewusst auf Passwortmanager setzen und plattformübergreifend unterwegs sind, ist die neue Export-Funktion ein Durchbruch. Endlich ist der Wechsel nicht gleichbedeutend mit einem Sicherheits-Neustart.

Noch ist unklar, wie genau Apple die Übergabe technisch absichern will - etwa per QR-Code, verschlüsseltem Container oder AirDrop-Variante. Klar ist aber: Diese Öffnung könnte das Vertrauen in Passkeys insgesamt stärken - und ihre Verbreitung deutlich beschleunigen.

Ein Schritt in Richtung Nutzerfreiheit. Und ja, es wurde Zeit.

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