Apple vs. EU: Der Digital Markets Act bleibt, sagt Brüssel

Christian Palm • 26.09.2025
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Apple kritisiert den Digital Markets Act - Brüssel bleibt hart. Die EU weist Apples Sicherheitsargumente zurück und hält am Gesetz fest.
Europa Flagge

Apple und die EU liefern sich aktuell ein politisch-technisches Tauziehen. Auslöser: der Digital Markets Act (DMA). Apple klagt, dass man bestimmte Features nicht nach Europa bringen könne, weil der DMA angeblich zu weitgehende Öffnungen erzwingt. Sicherheit und Innovation werden als Begründung ins Feld geführt - wohl wissend, dass auch das eigene Geschäftsmodell eng damit verwoben ist.

Die EU ließ die Retourkutsche nicht lange auf sich warten. Ein Sprecher der Kommission stellte klar, dass man „absolut nicht die Absicht“ habe, das Gesetz zurückzunehmen. Laut Brüssel zwingt der DMA niemanden, Datenschutz oder Sicherheit zu opfern. Die Botschaft ist eindeutig: Die EU lässt Apple mit seinen Bedenken auflaufen.

EU-Sprecher Thomas Regnier betonte gegenüber france24, Apple fechte seit Inkrafttreten des DMA jedes Detail an - niemand sei überrascht, dass Cupertino nun erneut blockiere. Der Subtext: Man sieht hier keine echten Sicherheitsbedenken, sondern eher das übliche Lobbyspiel.

Apple wiederum spielt die Rolle des besorgten Hüters der Privatsphäre, während Kritiker das Ganze als Versuch werten, den Walled Garden intakt zu halten. Schließlich geht es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Kontrolle - und damit um Umsatz.

Die Gräben sind also tiefer geworden. Brüssel stellt sich klar hinter den DMA, Apple erhöht den Druck durch Verzögerungen bei neuen Features. Für Nutzer bleibt vorerst die Frage offen, ob sie tatsächlich auf Innovation verzichten müssen oder ob Apple nur das bekannte Katz-und-Maus-Spiel mit den Regulierern perfektioniert.

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