Weniger Lags, gleicher RAM-Hunger: Die aktuellen Performance-Updates für Microsoft Teams

Michi Neumann • 11.06.26 - 09:50 Uhr
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Microsoft macht Teams schneller: Weniger Lags beim Chat-Wechsel und flüssigere Videos. Warum der hohe RAM-Verbrauch vorerst trotzdem bleibt.
Microsoft Teams App

Microsoft schraubt weiter an der Performance von Teams. Wenn du die Kommunikationsplattform täglich nutzt, kennst du sicher die Gedenksekunden beim Wechseln von Chats oder die extrem hohe Auslastung des Arbeitsspeichers. In den vergangenen Wochen hat Microsoft serverseitig und an der App nachgebessert, um genau diese Hänger zu reduzieren.

Kürzere Ladezeiten und flüssigere Chats

Die spürbarste Änderung betrifft den Wechsel zwischen einzelnen Unterhaltungen. Hier hat Microsoft die Verzögerung nach eigenen Angaben um rund 20 Prozent gesenkt. Davon profitierst du besonders, wenn du an einem Rechner mit lediglich 8 Gigabyte Arbeitsspeicher arbeitest oder in einem langsamen Netzwerk unterwegs bist. Gleichzeitig wurden Fehler ausgemerzt, die Teams zeitweise komplett einfrieren ließen oder lästige Ruckler beim Scrollen verursachten. Diese Hänger traten zuletzt vor allem auf dem Mac auf.

Stabilere Videos dank neuer Architektur

Schon Ende 2025 hat Microsoft die technische Basis von Teams umgebaut und Web-Elemente mit nativen Komponenten kombiniert. Das macht sich jetzt bei Video-Calls bemerkbar. Besprechungen und Videos laden laut internen Messungen des Unternehmens zehn Prozent schneller. Noch wichtiger für deinen Arbeitsalltag: Eingefrorene Videobilder der Kollegen treten um gut ein Drittel seltener auf.

WebView2 bleibt das Fundament

Falls du gehofft hast, Microsoft würde Teams komplett als native Anwendung für Windows oder macOS neu entwickeln, wirst du enttäuscht. Der Konzern hält an der WebView2-Technologie fest. Der Grund ist simpel: Mit einer gemeinsamen Codebasis lassen sich neue Funktionen schneller für alle Plattformen gleichzeitig ausrollen. Auch die Fehlersuche gestaltet sich so deutlich effizienter. Microsoft konzentriert sich stattdessen darauf, diese bestehende Integration zu optimieren, was den nun geringeren Speicherbedarf im Leerlauf und die flotteren Chat-Wechsel erst möglich gemacht hat.

Der Arbeitsspeicher bleibt der Flaschenhals

Trotz aller Optimierungen ist Teams weiterhin hungrig nach Ressourcen. Selbst wenn du die App nur geöffnet hast, ohne aktiv in Besprechungen zu sein, belegt sie schnell ein Gigabyte deines Arbeitsspeichers. Sobald du an einem Videoanruf teilnimmst, klettert dieser Wert leicht auf bis zu zwei Gigabyte. Microsoft weiß um dieses Problem der ressourcenintensiven Architektur. Künftig sollen bestimmte Anruffunktionen in separate Prozesse ausgelagert werden, um das System deines Rechners besser zu entlasten. Bis dahin musst du dich mit dem hohen Speicherverbrauch arrangieren, auch wenn sich die Anwendung insgesamt etwas zügiger bedienen lässt.

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