Microsoft Authenticator kickt Passwörter - Nutzer müssen Daten sichern

Christian Palm • 07.05.25 - 12:19 Uhr
1 Min. Lesezeit • 2 Kommentare
Ab August 2025 speichert der Microsoft Authenticator keine Passwörter mehr. Nutzer müssen ihre Logins vorher sichern – sonst sind sie weg.
Passwort-Dialog

Microsoft räumt auf - und streicht im Authenticator ab dem 1. August 2025 eine zentrale Funktion: das Speichern und automatische Ausfüllen von Passwörtern. Wer die App bisher als simplen Passwortmanager genutzt hat, sollte spätestens jetzt aktiv werden. Denn ab diesem Stichtag sind sämtliche gespeicherten Kennwörter weg - ohne Backup, ohne Gnade.

Das Unternehmen empfiehlt, Passwörter zu sichern, solange das noch möglich ist. Praktisch heißt das: alles manuell notieren, Screenshots machen oder die Einträge in eine Textdatei kopieren. Ja, klingt nach 2005 - aber genau das ist die Realität für Nutzerinnen und Nutzer, die keine Migration zu einem anderen Passwortmanager vorbereiten.

Offiziell äußert sich Microsoft nicht zur Begründung, doch die Richtung ist klar: Die Firma will langfristig auf passwortlose Logins mit Passkeys umstellen - was zu den jüngsten Ankündigungen zum „Welt-Passkey-Tag“ passt. Ob dieser Kurs für alle Nutzer sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin: Wer wirklich einen robusten Passwortmanager braucht, ist mit dedizierten Tools wie Bitwarden (sogar mit EU Server), 1Password oder KeePass langfristig besser bedient.

Also: Falls du den Authenticator bisher als Mini-Passwortsafe genutzt hast, solltest du deine Daten vor dem 1. August retten. Danach gilt: Zugriff verloren - Passwort weg - Pech gehabt.

Kommentare (2)

Ben
07.05.2025 - 15:07 Uhr
I'm glad I don't use Microsoft authenticator as my password manager. If I did, this would be a lot of unnecessary work just because Microsoft is too lazy to support its own software.
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