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Goodbye Skype - Microsoft zieht den Stecker nach 20 Jahren

Microsoft stellt Skype endgültig ein. Die Kommunikations-App verliert damit ihren Platz in der digitalen Gegenwart – zugunsten von Microsoft Teams.

Bildquelle: Anna Shvets | pexels

2 Min. Lesezeit

Skype ist tot. Und es hatte sich angekündigt. Heute, am 5. Mai 2025 zieht Microsoft endgültig den Stecker. Nach über 20 Jahren wird die blaue Sprechblase von den Servern gefegt - und mit ihr ein Stück Kommunikationsgeschichte. Was früher das Synonym für Videoanrufe war, ist heute nicht mehr als ein Relikt zwischen Zoom-Einladungen, Slack-Nachrichten und Teams-Meetings.

Microsoft hatte Skype 2011 für mehrere Milliarden Dollar übernommen - mit großen Ambitionen. Was man bekam: ein technisch angestaubter VoIP-Dino mit treuer Fanbase, aber wenig Zukunftsperspektive. Spätestens mit dem Aufstieg von Microsoft Teams war klar, wohin die Reise geht. Und spätestens seit der Pandemie war sie auch vorbei: Skype wurde zur Schatten-App im eigenen Haus, während Teams alle Aufmerksamkeit bekam.

Die Gründe für das Aus sind banal und logisch zugleich. Skypes Desktop-orientierte Architektur passte nicht mehr in eine mobile, cloudbasierte Welt. Die Konkurrenz war schneller, besser integriert, nutzerfreundlicher. Zoom schlug mit einer radikal einfachen Nutzerführung ein. Google Meet, FaceTime und Slack bedienten ihre Ökosysteme. Microsoft Teams verband alles - inklusive Office, Outlook und OneDrive.

Während Skype langsam verdämmerte, mutierte Teams zur eierlegenden Wollmilchlösung im Homeoffice. Statt Chat, Datei, Call und Kalender in vier Tools zu verteilen, gab es alles in einer App - inklusive eingebautem Skype-Schriftzug, der ironischerweise lange in der Teams-UI herumgeisterte wie ein Mahnmal früherer Ambitionen.

Der digitale Friedhof bekommt also Zuwachs. Und zwar von einem prominenten Namen, der mal so wichtig war, dass man „skypen“ sagte - als Verb. Jetzt wird man eher „zoomen“ oder „teamsen“. Wenn überhaupt.

Was bleibt? Ein Klingelton im Hinterkopf. Und die Erinnerung an die ersten ruckeligen Videoanrufe - damals, als Webcam und DSL noch nach Zukunft klangen.

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