WhatsApp baut gerade still und leise den Google-Translate-Moment direkt in den Chat ein. Statt Copy-Paste-Umweg in eine Übersetzungs-App gibt es jetzt die Funktion “Translate” direkt im Kontextmenü - langes Drücken auf eine Nachricht genügt. Praktisch: Die Übersetzungen laufen komplett auf dem Gerät, also ohne Cloud-Umweg, was bedeutet, dass Meta offiziell keine neugierigen Blicke auf deine Chats werfen kann.
Das Feature gilt für alles: Einzelchats, Gruppen und sogar Kanal-Updates. Kein Limit, kein “nur bei Textnachrichten” - es funktioniert überall. Der Haken: Der Rollout erfolgt wie üblich “schrittweise”, was in WhatsApp-Sprache bedeutet: irgendwann demnächst auch bei dir.
Spannender ist die Plattform-Differenzierung. Android-Nutzer bekommen die Komfortvariante mit automatischer Thread-Übersetzung. Neue Nachrichten werden direkt beim Eintreffen übersetzt, ohne dass man jedes Mal manuell klicken muss. iOS-User dürfen dagegen weiterhin jeden Satz einzeln antippen.
Bei den Sprachen zeigt sich WhatsApp aktuell noch sparsam. Auf iOS stehen Apples 21 Übersetzungssprachen bereit, auf Android nur sechs: Englisch, Spanisch, Hindi, Portugiesisch, Russisch und Arabisch. Nicht gerade weltumspannend.
Meta baut hier ganz klar ein weiteres Feature ein, das WhatsApp näher an WeChat und Co. heranrückt. Übersetzung ohne App-Wechsel ist ein kleines, aber im Alltag enorm nützliches Upgrade - vor allem, wenn man nicht ständig zwischen Sprachen und Apps jonglieren will.
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