OpenAI arbeitet offenbar an einem tragbaren KI-Lautsprecher ohne Bildschirm. Das Gerät soll 2027 erscheinen und ChatGPT stärker aus Apps und Browsern lösen. Eine Vorstellung könnte noch 2026 erfolgen. Offiziell bestätigt sind Produktname, Preis und Termin bisher nicht.
Kamera und Sensoren statt Touchscreen
Der Lautsprecher soll mit Kamera, Sensoren und Akku ausgestattet sein. Dadurch könnte er seine Umgebung erfassen und zwischen Räumen mitgenommen werden. Im Gespräch sind Funktionen wie Medienwiedergabe, Nachrichten, Smart-Home-Steuerung und der direkte Zugriff auf ChatGPT.
Mechanische Elemente sollen es dem Gerät ermöglichen, sich zum Nutzer auszurichten. Damit würde sich das Produkt von klassischen Smart Speakern wie dem Amazon Echo oder Apple HomePod abheben. Ob diese Details bis zur Serienversion bestehen bleiben, ist offen.
Jony Ive gestaltet OpenAIs Hardware
Für den Einstieg ins Hardware-Geschäft übernahm OpenAI 2025 das von ehemaligen Apple-Mitarbeitern gegründete Unternehmen io für rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Jony Ives Designstudio LoveFrom blieb unabhängig, arbeitet aber an den Produkten mit.
Der Lautsprecher soll nur der Anfang sein. Laut Bloomberg prüft OpenAI mehrere Geräte. Entscheidend wird sein, ob daraus ein nützlicher Alltagsbegleiter entsteht oder nur ein weiterer Sprachassistent, der dauerhaft zuhören und seine Umgebung beobachten muss.
Apple klagt wegen angeblich gestohlener Geheimnisse
Apples Klage könnte den Zeitplan belasten. Der Konzern wirft OpenAI, io und zwei ehemaligen Apple-Mitarbeitern vor, vertrauliche Informationen für den Aufbau der Hardware-Sparte genutzt zu haben. OpenAI weist den Vorwurf zurück und erklärt, kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen zu haben.
Apple versucht damit nicht automatisch, ein fertiges Produkt verbieten zu lassen. Im Verfahren muss zunächst geklärt werden, ob tatsächlich geschützte Informationen entwendet und verwendet wurden. Ein längerer Rechtsstreit könnte die Entwicklung dennoch verzögern oder Änderungen an Technik und Lieferkette erzwingen.
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