OpenAI denkt über Werbung in ChatGPT nach - aber „nur geschmackvoll“
OpenAI erwägt Werbung in ChatGPT - betont aber, man wolle „geschmackvoll“ und unabhängig bleiben.
Bildquelle: Levart_Photographer | unsplash
2 Min. Lesezeit
Werbung in ChatGPT? Klingt nach einem Widerspruch - ist aber ein Szenario, das OpenAI zumindest nicht ausschließt. Im Interview mit dem Decoder-Podcast ließ Nick Turley, verantwortlich für das ChatGPT-Produkt, durchblicken: Ganz vom Tisch ist das Thema nicht. Man sei „demütig genug“, um es nicht kategorisch auszuschließen. Das Stichwort der Stunde: „geschmackvoll“.
Laut Turley sei die Abonnentenbasis von ChatGPT zwar weiterhin der Fokus - derzeit nutzen 20 Millionen zahlende Kunden den Dienst, insgesamt hat ChatGPT über 700 Millionen User. Dennoch wolle man sich „alle Optionen offenhalten“, auch im Hinblick auf neue Produkte, die abseits von ChatGPT durchaus Werbung enthalten könnten.
Sam Altman selbst hat sich in der Vergangenheit ambivalent gezeigt. Werbung in ChatGPT sei für ihn „einzigartig verstörend“, sagte er noch 2024 - um ein Jahr später im eigenen Podcast zu betonen, er sei „nicht völlig dagegen“. Klingt nach einer internen Debatte, die noch nicht abgeschlossen ist.
Der finanzielle Druck ist real: Trotz eines erwarteten Umsatzes von 12,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 (ein Sprung von 3,7 Milliarden in 2024) schreibt OpenAI weiter rote Zahlen. Break-even? Laut Bloomberg nicht vor 2029. Kein Wunder, dass neben Werbung auch andere Erlösquellen erprobt werden - zum Beispiel das Projekt „Commerce in ChatGPT“, bei dem OpenAI Provisionen bei Produktkäufen kassieren will. Empfehlungen sollen weiterhin unabhängig erfolgen, betont Turley. Kein Affiliate-Influencing per Prompt - zumindest nicht offiziell.
Ob Werbung in einem Tool, das tief ins Nutzerverhalten eintaucht, eine gute Idee ist? Bei Konkurrent xAI ist die Entscheidung offenbar gefallen: Dort sollen Ads in Grok künftig Standard werden. OpenAI hingegen zögert noch - und testet vermutlich schon.
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