Stripe und Advent bieten 53 Milliarden Dollar für PayPal

Christian Palm • 15.07.26 - 19:51 Uhr
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Stripe und Advent wollen PayPal für 60,50 Dollar je Aktie übernehmen. Noch ist offen, ob PayPal das Angebot annimmt.
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Stripe und der Finanzinvestor Advent International haben laut Reuters gemeinsam ein Übernahmeangebot für PayPal vorgelegt. Die Bieter bieten 60,50 US-Dollar je Aktie und bewerten den Zahlungsdienst damit mit mehr als 53 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den letzten Schlusskurs vor Bekanntwerden des Angebots.

PayPal hat noch nicht zugesagt

Das Angebot soll bereits Anfang Juli eingereicht worden sein. PayPal hat darauf bislang nicht offiziell reagiert. Auch Stripe, Advent und PayPal äußerten sich öffentlich nicht zu dem Bericht. Es gibt deshalb keine Garantie, dass daraus tatsächlich eine Übernahme wird.

Für die Finanzierung sollen Kreditzusagen über rund 50 Milliarden Dollar vorliegen. Bei einem erfolgreichen Abschluss würden Stripe und Advent PayPal zu gleichen Teilen besitzen. Eine Aufspaltung des Unternehmens ist laut Reuters nicht vorgesehen.

Stripe würde Zugang zu Millionen Privatkunden bekommen

Stripe ist vor allem bei Händlern und Entwicklern stark. PayPal bringt dagegen eine bekannte Verbrauchermarke und 439 Millionen aktive Konten mit. Eine Übernahme würde Stripes Geschäft mit Endkunden deutlich ausbauen.

Kurzfristig ändert sich für PayPal-Nutzer nichts. Selbst bei einer Einigung müssten Aktionäre und Kartellbehörden dem Deal zustimmen. Erst danach könnten technische Systeme, Händlerangebote oder einzelne Produkte zusammengeführt werden.

Angebot könnte PayPal zu niedrig sein

PayPal war 2021 noch rund 360 Milliarden Dollar wert, verlor seitdem aber einen großen Teil seiner Börsenbewertung. Genau das macht den Konzern für einen Käufer interessant. Gleichzeitig halten erste Investoren und Analysten die gebotenen 60,50 Dollar je Aktie für zu niedrig.

Für PayPal beginnt damit vor allem ein Übernahmepoker. Das aktuelle Angebot ist konkret, aber noch weit von einem abgeschlossenen Verkauf entfernt.

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