Paypal-Panne legt zehn Milliarden Euro lahm - und die Banken gleich mit

Christian Palm • 27.08.2025 · 2 Min. Lesezeit
Paypal-Panne bringt Banktransaktionen im Wert von zehn Milliarden Euro zum Erliegen. Deutsche Banken blockieren Zahlungen.
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Vergangene Woche herrschte bei mehreren deutschen Banken Ausnahmezustand: Zahlungen, die Kund:innen über Paypal abwickeln wollten, wurden kurzerhand gestoppt. Der Grund: Ein Sicherheitsproblem beim US-Zahlungsdienstleister, das in Banken-Zentralen offenbar sämtliche Alarmglocken schrillen ließ.

Paypal selbst spricht von einem "technischen Problem". Die Wahrheit klingt weniger harmlos: Interne Sicherheitssysteme fielen aus und konnten betrügerische Anfragen nicht mehr filtern. Die Folge: Verdächtige Transaktionen wurden ungeprüft an Banken weitergeleitet. Diese taten das einzig Vernünftige und zogen die Notbremse.

Laut Süddeutscher Zeitung wurden dadurch Transaktionen im Volumen von über zehn Milliarden Euro ausgebremst. Allein bei der Bayerischen Landesbank blieben rund vier Milliarden Euro stecken. Auch die Hessische Landesbank und die DZ Bank schalteten auf Block.

Paypal bemühte sich um Schadensbegrenzung. Die Ursache sei schnell identifiziert worden, hieß es. Man arbeite eng mit den Bankpartnern zusammen und versuche, die aufgelaufenen Zahlungen zügig abzuarbeiten. Teilweise musste das manuell erfolgen - 2025, willkommen im Fintech.

Offiziell sei laut Paypal nur eine "kleine Anzahl von Konten" betroffen gewesen. Klingt ein bisschen wie: "Der Brand betraf nur ein paar Zimmer." Problematisch ist die Sache auch deshalb, weil sie zeitlich mit einem mutmaßlichen Daten-Leak zusammenfällt. Ein Hacker behauptet, Zugangsdaten von 15,8 Millionen Paypal-Konten zu besitzen. Ob das stimmt? Noch unklar. Aber der Zeitpunkt könnte schlechter nicht sein.

Die wirtschaftlichen Folgen des Paypal-Patzers sind noch nicht beziffert. Wenn gleich mehrere Banken jedoch kollektiv den Stecker ziehen, ist das ein Alarmsignal - für Paypal, aber auch für Millionen Nutzer:innen in Deutschland.

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