Homebrew 5.0: Schnellere Downloads, härtere macOS-Regeln

Michi Neumann • 13.11.2025
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Homebrew 5.0 bringt parallele Downloads, neue macOS-Limits und strengere Regeln für Casks.
Person arbeitet an einem MacBook

Homebrew 5.0.0 ist da, und das Update spart sich lange Präambeln. Gleich zu Beginn fällt auf, dass der Paketmanager jetzt standardmäßig mehrere Downloads parallel startet. Die Entwickler haben die Variable HOMEBREW_DOWNLOAD_CONCURRENCY auf „auto“ gesetzt, was Homebrew selbst entscheiden lässt, wie viele Streams sinnvoll sind. Wer lieber in Ruhe nacheinander lädt, setzt den Wert einfach auf 1. Der Fortschritt paralleler Downloads wird inzwischen angezeigt. Die Macher erwähnen jedoch dezent, dass dabei nicht alles hundertprozentig rund läuft - Software bleibt eben Software.

Auch beim Thema Plattformen zieht Homebrew die Linien neu. Linux auf ARM64 rückt offiziell auf Tier-1-Status vor und steht damit auf einer Stufe mit den großen Plattformen. macOS 26 („Tahoe“) gilt nun ebenfalls als vollständig unterstützt, was praktisch wenig Überraschungspotenzial hatte. Spannender ist, was gestrichen wird: Ab September 2026 war's das für macOS Catalina und alles, was älter ist. Dazu kommt, dass macOS Intel auf Tier 3 abrutscht. Bedeutet: keine CI-Unterstützung mehr, keine vorgefertigten Binärpakete. Die Intel-Ära neigt sich sichtbar dem Ende zu. Im September 2027 verabschiedet Homebrew dann auch Big Sur auf Intel. Die Apple-Silicon-Variante bekommt etwas Gnadenzeit.

Richtig heikel wird es bei den Casks, also den klassischen macOS-Apps. Homebrew markiert ab sofort alle unsignierten Pakete als veraltet. Wer die Gatekeeper-Prüfung nicht besteht, verliert spätestens im September 2026 den Anschluss. Die bisherigen Flags -no-quarantine und -quarantine sind ebenfalls auf der Abschussliste. Der Grund ist nachvollziehbar: Homebrew möchte nicht als Hintertür für das Umgehen von macOS-Sicherheitsmechanismen dienen. Wer wissen will, welche Pakete betroffen sind oder was sich im Detail ändert, sollte einen Blick in die offizielle Ankündigung werfen - dort liegt das komplette Changelog.

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