Datenleck bei Booking.com: So schützt du dich vor gezieltem Betrug

Christian Palm • 13.04.26 - 06:55 Uhr
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Booking.com warnt vor Datenzugriffen durch Dritte. Erfahre, welche Daten betroffen sind und wie du dich vor gefälschten Zahlungsaufforderungen schützt.
Internet Security Warnung Hack Phishing

Bei Booking.com sind Buchungsdaten in die Hände unbefugter Dritter gelangt. Das Unternehmen informiert betroffene Kunden derzeit per E-Mail über verdächtige Aktivitäten. Das kritische Element hierbei ist nicht nur der Verlust technischer Daten, sondern die Qualität der Informationen, die nun im Umlauf sind. Angreifer kennen dadurch Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und spezifische Details deiner Reservierung. Das macht nachfolgende Betrugsversuche extrem glaubwürdig, da sie sich auf echte Reisedaten beziehen können.

Die Masche mit der falschen Zahlung

Die größte Gefahr nach einem solchen Leck ist das sogenannte Social Engineering. Betrüger nutzen die gestohlenen Informationen, um dich über WhatsApp, SMS oder E-Mail zu kontaktieren. Sie geben sich als Hotel oder als Booking-Support aus und fordern dich auf, eine Zahlung zu bestätigen oder Kreditkartendaten erneut einzugeben. Booking.com stellt klar, dass sensible Finanzdaten niemals über diese informellen Kanäle abgefragt werden. Wenn eine Nachricht von den in deiner ursprünglichen Bestätigung genannten Zahlungswegen abweicht, ist das ein deutliches Warnsignal für einen Betrugsversuch.

PIN-Änderung und technischer Zugriff

Um den unbefugten Zugriff auf bestehende Reservierungen zu stoppen, hat Booking.com die PIN-Codes der betroffenen Buchungen proaktiv zurückgesetzt. In der offiziellen Benachrichtigung findest du deine Buchungsnummer zusammen mit einer neuen PIN. Diese benötigst du, um weiterhin Änderungen an deiner Reise in deinem Kundenkonto vorzunehmen. Solltest du dich nicht mehr einloggen können oder die Mail nicht erhalten haben, obwohl du Unregelmäßigkeiten bemerkst, ist der direkte Weg über den offiziellen Kundensupport unumgänglich.

Richtig reagieren bei verdächtigen Nachrichten

Solltest du eine Nachricht erhalten, die dich zur Eingabe von Daten auf einer externen Webseite auffordert, klicke nicht auf den Link. Auch wenn die Nachricht Details zu deinem Hotel oder deinem Reisedatum enthält, kann sie gefälscht sein. Der sicherste Weg ist immer die Kommunikation über das offizielle Portal oder die App von Booking.com. Prüfe dort in deinem Postfach, ob die Nachricht auch dort hinterlegt ist. Im Zweifelsfall hilft ein kurzer Anruf direkt bei der gebuchten Unterkunft, um den Sachverhalt zu klären, bevor Geld fließt.

Kommentare (0)

Kommentar schreiben
Wir speichern nur das absolut nötigste! Mehr Infos gibt es in der Datenschutz­erklärung.