iOS 26 Verbreitung: Die Kurve wird flacher

Christian Palm • 14.02.2026
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Apple veröffentlicht erste offizielle Zahlen zu iOS 26 und iPadOS 26. Trotz leichter Verzögerung gegenüber iOS 18 bleibt die Update-Disziplin der Nutzer hoch.
Smartphones iPhone Apple

Apple hat die ersten offiziellen Zahlen zur Verbreitung von iOS 26 veröffentlicht. Stand 12. Februar 2026 läuft das aktuelle Betriebssystem auf 74 % aller iPhones, die in den letzten vier Jahren auf den Markt kamen. Blickt man auf alle aktiven Geräte, sind es immerhin 66 %. Damit zeichnet sich ein Trend ab, der in der Tech-Welt oft vorschnell als Krise bezeichnet wird, bei genauerem Hinsehen aber schlicht logisch ist.

Im direkten Vergleich mit iOS 18 hinkt die aktuelle Version leicht hinterher. Letztes Jahr waren nach einem ähnlichen Zeitraum 76 % der neueren Geräte aktualisiert. Man könnte jetzt über eine Update-Müdigkeit spekulieren, doch der Grund ist eher in der Hardware-Liste zu finden. Mit dem Release von iOS 26 hat Apple den Support für das iPhone XS, das XS Max und das iPhone XR eingestellt. Wenn man bedenkt, wie viele dieser Geräte noch im Umlauf sind, relativiert sich der prozentuale Rückgang der Gesamtadoption schnell.

Ein weiterer Faktor ist die Strategie der parallelen Sicherheitsupdates. Apple hat zeitgleich mit iOS 26 Versionen wie iOS 18.7.5 bereitgestellt. Wer also nicht zwingend die neuen Features - oder das viel diskutierte "Liquid Glass"-Design - benötigt, kann ohne Sicherheitsrisiko auf dem alten System bleiben. Das nimmt den Druck vom Kessel und führt dazu, dass die Kurve etwas flacher verläuft als in Jahren, in denen ältere Versionen schneller zum Sicherheitsrisiko wurden.

Bei den iPads sieht das Bild interessanterweise etwas anders aus. iPadOS 26 steht bei 66 % der neueren Modelle und 57 % aller Geräte. Das ist sogar ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Es scheint, als hätten die iPad-Nutzer weniger Berührungsängste mit der neuen Software, vielleicht auch, weil die Anforderungen an die Hardware hier weniger radikal gestiegen sind.

Unterm Strich liefert Apple wie gewohnt ab. Während andere Plattformen oft Jahre brauchen, um eine zweistellige Adoption für neue Versionen zu erreichen, migriert Apple zwei Drittel seiner gesamten Nutzerbasis innerhalb von 150 Tagen. Dass es nicht mehr die 80-Prozent-Marke im ersten Halbjahr ist, liegt weniger an mangelndem Interesse als an der natürlichen Alterung einer immer langlebigeren Hardware.

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