Apple plant eigene KI-Brille - Angriff auf Metas Ray-Ban-Glasses

Christian Palm • 23.05.2025
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Apple plant für Ende 2026 eine eigene KI-Brille mit Kamera, Lautsprecher und Siri - als Antwort auf Metas Ray-Ban Smart Glasses.
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Apple will's nochmal wissen - aber diesmal ohne Halteriemen und Nackenpolster. Nach der eher klobigen Vision Pro visiert Cupertino nun ein neues Ziel an: eine schlanke KI-Brille. Interner Codename: N401. Marktstart: angeblich Ende 2026. Damit steigt Apple (mal wieder spät, aber mit großem Anspruch) in ein Segment ein, in dem Meta mit den Ray-Ban Smart Glasses bereits deutlich vorgelegt hat.

Was soll die Apple-Brille können? Mikrofone, Lautsprecher, Kameras - also das volle Sensorpaket, kombiniert mit Siri als Kommandozentrale. Telefonieren, Musik hören, navigieren, übersetzen - alles direkt über die Brille. Dass Siri für den smarten Teil zuständig sein soll, lässt allerdings vermuten: Das Ding könnte weniger „Iron Man“, mehr „Bitte wiederholen Sie das“ werden. Ob Apple bis 2026 endlich eine halbwegs nützliche Siri auf LLM-Basis liefert, bleibt offen. Momentan wäre das so, als würde man einen Toaster mit Spracherkennung zur Steuerung einer Raumstation einsetzen.

Parallel zur Brillenentwicklung hat Apple laut Bloomberg eine geplante Apple Watch mit Kamera sang- und klanglos eingestampft. Offenbar wollte niemand Mini-FaceTime vom Handgelenk. Die AirPods mit Kamera (ja, die gibt's wirklich in der Entwicklung) leben hingegen weiter. Der Sensor-Fetischismus in Cupertino bleibt also ungebrochen.

Währenddessen bastelt das Vision-Team nicht nur an einer günstigeren Vision Pro, sondern auch an einer Variante, die direkt an einen Mac gekoppelt wird - für Leute, die sich gerne Kabel um den Hals hängen, wenn sie PowerPoint im Cyberspace präsentieren. Und ganz nebenbei läuft die Entwicklung eines faltbaren iPhones, das ebenfalls für 2026 angesetzt ist. Die Innovationspipeline glüht - ob sie auch zündet, steht auf einem anderen Blatt.

Fakt ist: Wenn Apple diesmal keine KI liefert, die besser ist als die Wetter-App, wird es gegen Meta und Android schwer. Denn eine Brille, die nur hübsch aussieht, aber wieder nur Timer stellen kann, wird auch 2026 niemand mehr auf der Nase haben wollen.

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