Nur wenige Wochen nach dem Deutschland-Start von YouTube Premium Lite zeigt sich, was viele befürchtet haben: Google dreht an der Leistungsschraube nach unten. Ab dem 30. Juni 2025 wird auch in Shorts Werbung angezeigt, wie das Unternehmen in einer Mail an Nutzer mitteilt. Damit verliert das Lite-Abo eine echte Stärke.
Die Ansage ist klar: Werbung gibt es künftig nicht nur bei Musik und in der Suche, sondern eben auch beim Scrollen durch die populären Kurzvideos. Und obwohl Google betont, dass „die meisten Videos weiterhin werbefrei bleiben“, klingt das vor allem nach PR-Formulierung für: „Es wird schlimmer, aber wir sagen nicht wie sehr.“
Das Problem: Shorts sind für viele Nutzer ein zentraler Bestandteil der Plattform. Wenn nun auch dort Werbung aufploppt, bleibt vom ohnehin mageren Funktionsumfang des Lite-Abos nicht mehr viel übrig. Kein YouTube Music, keine Downloads, keine Hintergrundwiedergabe - und jetzt auch kein ruhiges Scrollen durch Shorts mehr. Bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass wenigstens normale Videos nicht auch noch bald drankommen.
Dass YouTube Premium Lite mit 5,99 Euro pro Monat nur halb so viel kostet wie das volle Premium-Abo, wird zunehmend zur Randnotiz. Google scheint bewusst darauf zu setzen, dass sich der Unmut über Werbeblöcke so weit steigert, dass man doch auf die teurere Version umsteigt. Eine Art erzieherischer Werbedruck also - ganz im Sinne der Konzernbilanz.
Wie viele Nutzer diesen „sanften“ Zwang mitmachen, ist offen. Aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die erste Kündigungswelle durch die Kommentarspalten schwappt.
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