Spotify dreht mal wieder an der Preisschraube. US-Nutzer müssen ab Februar tiefer in die Tasche greifen: Das Individual-Abo steigt auf 12,99 Dollar. Wer sich erinnert: Vor ein paar Jahren lag der Preis noch bei entspannten 9,99 Dollar. Auch die restlichen Tarife bleiben nicht verschont. Das Duo-Abo klettert auf 18,99 Dollar, Familien zahlen künftig 21,99 Dollar und selbst Studenten müssen einen Dollar mehr berappen. Betroffen sind neben den USA vorerst nur Estland und Lettland, während der Rest der Welt - inklusive Deutschland, wo die 12,99 Euro schon länger stehen - diesmal zuschauen darf.
Mit diesem Schritt zementiert Spotify seinen Status als teuerster Musik-Streamingdienst im Mainstream-Sektor. Zum Vergleich: Apple Music und YouTube Music verlangen für ihre Einzel-Abos weiterhin 10,99 Dollar. Wer bei Apple das „One“-Bundle bucht oder bei Google für nur einen Dollar mehr gleich das komplette YouTube-Premium-Paket inklusive werbefreier Videos mitnimmt, reibt sich angesichts der Spotify-Preise verwundert die Augen. Die Konkurrenz bietet schlicht mehr Ökosystem fürs Geld, während Spotify sich zunehmend in eine preisliche Isolation manövriert.
In gewohnt nüchterner Manier erklärt Spotify im hauseigenen Blog, dass die Preise den „gelieferten Wert“ widerspiegeln würden. Ein schöner Euphemismus dafür, dass man hunderte Millionen Dollar in Podcast-Exklusivrechte und Hörbuch-Deals versenkt hat, die nicht jeder Musikfan bestellt hat. Während Nutzer seit Jahren auf echtes HiFi-Audio warten, investiert das Unternehmen lieber in KI-Features und Audiobooks. Man zahlt hier also gewissermaßen für das Buffet, auch wenn man eigentlich nur ein Glas Wasser wollte.
Kommentare (0)