Manchmal ist "mehr" eigentlich "weniger" - zumindest für den Geldbeutel. Amazon baut sein Streaming-Angebot Prime Video um und führt ab dem 10. April 2026 den neuen „Ultra“-Tarif ein. Was auf den ersten Blick nach einem Premium-Upgrade klingt, ist bei genauem Hinsehen vor allem eine neue Bezahlschranke für Technik-Fans. Wer künftig Filme und Serien in knackigem 4K/UHD und mit sattem Dolby-Atmos-Sound genießen möchte, muss zusätzlich zur normalen Prime-Mitgliedschaft in die Tasche greifen.
In den USA startet das Modell für 4,99 Dollar im Monat. Damit wird die bisherige Option, sich lediglich von der Werbung freizukaufen, durch ein echtes Performance-Tier ersetzt. Bisher war es so: Du hast die Zusatzgebühr bezahlt, um keine Clips vor deinen Serien zu sehen. Künftig kaufst du dir mit dem „Ultra“-Label nicht nur die Werbefreiheit zurück, sondern auch die Bildqualität, die für viele von uns eigentlich zum Standard im Heimkino gehört.
Der klassische Prime-Zugang bleibt zwar im Abo enthalten, wird aber technisch ein wenig gestutzt. Wer nicht extra zahlt, schaut künftig maximal in HD-Auflösung. Immerhin: Amazon lässt uns gnädigerweise Dolby Vision und HDR im Standard-Paket, damit die Farben wenigstens stimmen, auch wenn die Pixelanzahl sinkt.
| Feature | Standard-Tarif | Ultra-Tarif |
|---|---|---|
| Auflösung | Maximal HD (1080p) | Bis zu 4K / UHD |
| Werbung | Enthalten | Werbefrei |
| Audio | Standard | Dolby Atmos |
| HDR | Dolby Vision / HDR | Dolby Vision / HDR |
| Parallele Streams | 4 Geräte | 5 Geräte |
| Downloads (Offline) | 50 Titel | 100 Titel |
| Zusatzkosten | Keine (Prime-Basis) | 4,99 $mtl. / 45,99$ jhrl. |
Dass Amazon diesen Schritt geht, kommt nicht völlig überraschend. Die Konkurrenz von Netflix bis Disney+ hat längst vorgemacht, dass man für die höchste Auflösung extra zur Kasse bittet. Dass nun auch Prime Video diesen Weg einschlägt, markiert das endgültige Ende der Ära, in der „alles inklusive“ war. Vorerst betrifft diese Änderung nur den US-Markt, aber wir kennen das Spiel: Meist dauert es nur wenige Monate, bis solche Preismodelle auch über den großen Teich zu uns nach Deutschland schwappen. Wer also bald "The Boys" oder "Die Ringe der Macht" in voller Pracht sehen will, sollte schon mal ein paar Euro extra im Budget einplanen.
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