Fire TV Fernbedienung

Amazon Fire TV: Das Streaming-Kartell schlägt zurück

Amazon zieht die Daumenschrauben an: Auf Fire TV Geräten geht der Tech-Riese rigoros gegen Apps vor, die illegale Inhalte streamen. Nutzer riskieren die Deaktivierung.

Bildquelle: Glenn Carstens-Peters | unsplash

2 Min. Lesezeit

Amazon macht auf deinem Fire TV Gerät kurzen Prozess mit ungeliebten Gästen. Der Konzern hat die Jagd auf Apps eröffnet, die dir den Zugriff auf unlizenzierte Inhalte ermöglichen. Damit geht es, wenig überraschend, nicht um deine sauber eingerichtete Plex-Bibliothek, sondern um jene Drittanbieter-Anwendungen, deren primärer Zweck das, nun ja, kreative Auslegen von Urheberrechtsbestimmungen ist - oft im Sport-Streaming oder bei den neuesten Blockbustern.

Die Vorgehensweise ist unmissverständlich: Wenn du eine entsprechende Warnmeldung auf deinem Bildschirm siehst, musst du damit rechnen, dass die betroffene Software in Kürze nicht mehr funktioniert. Amazon begründet diesen rigorosen Schnitt mit dem hehren Ziel, „Inhalte-Ersteller und Kunden“ zu schützen. Ein interner Prüfmechanismus soll die schwarzen Schafe identifizieren. Wird eine Verletzung der Nutzungsrichtlinien festgestellt, informiert das System dich und bietet dir die Deinstallation an. Ausnahmen? Sind keine vorgesehen. Die Geräteschutzfunktion greift hier nach dem Motto: Erst schießen, dann fragen.

Falls du dachtest, du hättest mit einem Abo für eine dieser Anwendungen ein Schnäppchen gemacht, schaust du in die Röhre. Amazon lehnt die Verantwortung für Erstattungen galant ab und verweist dich auf die jeweiligen App-Entwickler. Auch die Hardware, die du womöglich genau für diesen illegalen Konsum angeschafft hast, lässt sich nur im Rahmen der regulären Rückgabefristen zurückgeben. Für alle anderen Fälle - Käufe über Dritthändler oder abgelaufene Fristen - heißt es: Pech gehabt.

Man könnte fast Mitleid haben, wenn es nicht um offensichtliche Piraterie ginge. Amazon weist als einzige Alternative, mit dem wohlwollenden Grinsen des Monopolisten, auf das „offizielle Angebot“ im eigenen Appstore hin. Die Botschaft ist klar: Wer streamt, soll gefälligst auch zahlen - und am besten an Amazon.

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