Bluesky verifiziert per DNS - ganz ohne Abo-Trick

Christian Palm • 21.04.25 - 19:11 Uhr
1 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Bluesky startet ein neues Verifizierungssystem über DNS. Kein Abo, kein Hakenkauf – nur echte Identität durch Domainbesitz.
Bluesky im App Store

Während andere Plattformen blaue Häkchen verkaufen wie Rabattmarken, geht Bluesky einen eigenen Weg: Das neue Verifizierungssystem des dezentralen Twitter-Klons basiert auf DNS-Einträgen und Domainbesitz. Wer verifiziert sein will, muss beweisen, dass ihm die eigene Domain gehört - und nicht nur das Abo zahlt.

Damit wird klar: Bei Bluesky steht nicht das Geld im Vordergrund, sondern Vertrauen durch technische Echtheit. Nutzer:innen können jetzt ihre Profile mit einer Domain wie techupdate.io verknüpfen - ähnlich dem Ansatz, den Mastodon mit rel=me verfolgt.

Das System erkennt, ob der Nutzername (handle) mit dem DNS-Eintrag der Domain zusammenpasst. Wer also @palm.techupdate.io als Handle nutzt, muss zeigen, dass er Zugriff auf techupdate.io hat. Bluesky verifiziert diese Identität automatisch, wenn die DNS-Konfiguration stimmt.

Klingt nerdy, ist aber clever: Die Plattform bleibt unabhängig von zentralen Bezahldiensten und ermöglicht trotzdem Verifikation. Das stärkt die Authentizität - ganz ohne Bezahlbarrieren oder VIP-Tickets.

In der Praxis ist das Setup zwar etwas technischer, aber für jeden machbar, der Zugriff auf seine Domainverwaltung hat. Wer also wirklich verifiziert sein will, braucht kein Abo, sondern nur DNS-Zugriff - und etwas Geduld.

Bluesky zeigt mit diesem Schritt, wie digitale Identität ohne Kommerz funktionieren kann. Bleibt zu hoffen, dass andere Plattformen sich daran ein Beispiel nehmen.

Kommentare (0)

Antwort auf:
Kommentar schreiben
Hinweis: Dein eingegebener Name und der Kommentartext werden zur Veröffentlichung gespeichert. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.