Samsung erweitert sein Galaxy-Ökosystem um drei Foldables, zwei Smartwatches und eine neue Geräteklasse. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht, welches Produkt die meisten neuen Funktionen besitzt. Wichtiger ist, welche Verbesserungen im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen und bei welchem Modell der gestiegene Preis noch nachvollziehbar ist.
Galaxy Z Fold8 Ultra richtet sich an Kamera- und Multitasking-Fans
Das Galaxy Z Fold8 Ultra übernimmt die Rolle des kompromisslosen Spitzenmodells. Samsung kombiniert ein 6,5 Zoll großes Außendisplay mit einem faltbaren 8-Zoll-Hauptbildschirm. Damit bleibt das Gerät vor allem für Nutzer interessant, die unterwegs Dokumente bearbeiten, mehrere Apps parallel verwenden oder Videos auf einem möglichst großen mobilen Display ansehen.
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Dazu kommen ein 5.000-mAh-Akku und ein deutlich hochwertigeres Kamerasystem als beim regulären Fold8. Die Hauptkamera löst mit 200 Megapixeln auf. Ergänzt wird sie durch eine Ultraweitwinkelkamera und ein Teleobjektiv mit dreifachem optischen Zoom. Samsung positioniert das Ultra damit als Foldable für Nutzer, die beim Wechsel vom klassischen Premium-Smartphone keine großen Abstriche bei der Kamera akzeptieren wollen.
Die wichtigsten Daten:
- Displays: 6,5 Zoll außen, 8 Zoll innen
- Prozessor: Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy
- Kameras: 200 MP Hauptkamera, 50 MP Ultraweitwinkel, 10 MP Telekamera
- Akku: 5.000 mAh
- Preis: ab 2.199 Euro
Das Galaxy Z Fold8 verlangt deutliche Kompromisse
Das reguläre Galaxy Z Fold8 verfolgt einen anderen Ansatz. Sein kürzeres und breiteres Gehäuse soll im geschlossenen Zustand handlicher wirken. Das Außendisplay misst 5,5 Zoll, innen stehen 7,6 Zoll zur Verfügung. Das Format erinnert stärker an einen kleinen digitalen Notizblock als an ein besonders schmales Smartphone.
Der größte Unterschied zum Ultra steckt in der Kamera. Samsung reduziert die Hauptkamera auf 50 Megapixel und verzichtet auf ein klassisches Teleobjektiv. Der 4.800-mAh-Akku fällt ebenfalls etwas kleiner aus.
Problematisch ist vor allem der geringe Preisabstand. Das Fold8 startet bei 1.999 Euro und liegt damit nur 200 Euro unter dem Ultra. Wer Wert auf Kameraqualität, Akkureserven und ein größeres Display legt, erhält beim Ultra das deutlich vollständigere Paket. Das Standardmodell lohnt sich hauptsächlich dann, wenn dir das kompaktere Format wichtiger ist als die technische Maximalausstattung.
Galaxy Z Flip8 verbessert vor allem Format und Bedienung
Beim Galaxy Z Flip8 bleibt Samsung dem bekannten Klappkonzept treu. Innen sitzt ein 6,9-Zoll-Display, außen ein 4,1 Zoll großes FlexWindow. Das Außendisplay dient nicht mehr nur für Benachrichtigungen und Widgets. Es unterstützt stärker integrierte KI-Funktionen und erlaubt mehr Aktionen, ohne das Smartphone aufzuklappen.
Samsung setzt beim Flip8 auf einen Exynos-Prozessor, einen 4.300-mAh-Akku sowie eine Kombination aus 50-Megapixel-Hauptkamera und 12-Megapixel-Ultraweitwinkel. Das Gehäuse fällt schlanker aus, das Gewicht sinkt auf 180 Gramm.
Mit einem Einstiegspreis von 1.299 Euro bleibt das Flip8 ein Lifestyle-Foldable. Das Upgrade ist vor allem für Nutzer älterer Flip-Generationen interessant, die ein größeres Außendisplay und eine bessere Akkulaufzeit suchen. Für Besitzer des direkten Vorgängers fallen die Veränderungen weniger grundlegend aus.
Offizieller News-Blog zu den Foldables
Galaxy Watch Ultra2 setzt auf Akku und Outdoor-Funktionen
Die Galaxy Watch Ultra2 ist Samsungs robusteste Smartwatch. Das 47-Millimeter-Gehäuse besteht aus Titan und richtet sich an Läufer, Taucher und Outdoor-Sportler. Der 800-mAh-Akku bietet 35 Prozent mehr Kapazität als beim Vorgänger. Das Display erreicht bis zu 5.000 Nits und soll dadurch auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleiben. Der neue Snapdragon Wear Elite übernimmt Rechenleistung, Konnektivität und GPS-Verarbeitung.
Die Galaxy Watch9 ist die alltagstauglichere Alternative. Sie erscheint mit 40 oder 44 Millimetern großem Aluminiumgehäuse und einem bis zu 3.000 Nits hellen Display. Beide Modelle laufen mit Wear OS 7 und One UI 9 Watch.
Die Watch9 startet bei 409 Euro. Für die Watch Ultra2 verlangt Samsung 749 Euro. Der Aufpreis lohnt sich deshalb primär für Nutzer, die den größeren Akku und die zusätzlichen Outdoor-Funktionen regelmäßig einsetzen.
Offizieller News-Blog zur Watch
Samsungs Smart Glasses bleiben vorerst eine Vorschau
Gemeinsam mit Google, Gentle Monster und Warby Parker entwickelt Samsung intelligente Brillen für den Alltag. Sie sollen als Begleitgerät für das Smartphone funktionieren und Gemini per Sprache zugänglich machen.
Zu den angekündigten Funktionen gehören Navigation, das Zusammenfassen von Benachrichtigungen, Kalendereinträge, Fotoaufnahmen und Echtzeitübersetzungen. Texte auf Schildern oder Speisekarten sollen über die Kamera erkannt und übersetzt werden können. Samsung plant die ersten Kollektionen für ausgewählte Märkte im Herbst 2026. Preise und vollständige Hardware-Spezifikationen stehen noch aus.
Damit sind die Brillen noch keine direkte Kaufalternative zu den neuen Foldables oder Watches. Sie zeigen aber, wohin Samsung sein Ökosystem erweitert: KI soll nicht mehr nur auf dem Smartphone reagieren, sondern über verschiedene Geräte hinweg verfügbar sein.
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