Es ist ein vertrautes Bild, das uns die Analysten von Counterpoint Research für das vergangene Jahr präsentieren. Wer auf einen Überraschungssieg aus China oder einen mutigen Newcomer gehofft hat, wird enttäuscht: Die Top 10 der meistverkauften Smartphones 2025 bleibt fest in der Hand von Apple und Samsung. Dass diese zehn Modelle fast ein Fünftel des weltweiten Absatzes ausmachen, zeigt recht deutlich, wie konzentriert die Marktmacht mittlerweile ist.
Apple hat dabei den wohl komfortabelsten Platz an der Sonne ergattert. Mit sieben von zehn Plätzen in der Liste demonstriert Cupertino, dass die Strategie der "Premiumisierung" voll aufgegangen ist. An der Spitze thront das iPhone 16, dicht gefolgt von den Pro-Modellen und dem neuen iPhone 17 Pro Max. Es scheint fast so, als gäbe es für die Kundschaft preislich nach oben kaum noch eine Schmerzgrenze, solange das Ökosystem stimmt. Besonders das Standardmodell des iPhone 17 hat im ersten Quartal nach dem Launch ordentlich abgeliefert. Mit 120 Hertz, mehr Arbeitsspeicher und größerem Basisspeicher hat Apple die künstliche Lücke zwischen Basis und Pro ein Stück weit geschlossen, was die Käufer dankend angenommen haben.
Samsung hingegen spielt ein interessantes Doppelleben. Während die Koreaner mit dem Galaxy S25 Ultra auf Platz 9 zeigen, dass sie im High-End-Bereich durchaus mitmischen können - besonders in Japan und Indien läuft das Flaggschiff erstaunlich gut -, liegt ihr eigentliches Volumenvolumen woanders. Die Plätze 5 und 6 werden vom Galaxy A16 5G und dem A06 4G besetzt. Das ist die Preisklasse unter 150 Euro, in der Apple schlicht nicht existiert. Samsung dominiert hier das Segment, das für viele Nutzer weltweit den Einstieg in die digitale Welt bedeutet, während Apple die lukrative obere Schicht abschöpft.
Interessant ist der Blick auf das untere Ende der Liste. Dort taucht das iPhone 16e auf, Apples Versuch, ein "günstiges" Gerät um die 550 Euro zu platzieren. Es ist das einzige Zugeständnis an Nutzer, die nicht direkt vierstellig investieren wollen, aber trotzdem das Logo auf der Rückseite brauchen. Für 2026 erwarten die Marktforscher allerdings Turbulenzen in der Mittelklasse. Steigende Speicherpreise könnten die Margen bei günstigen Geräten fressen, was den Fokus wohl noch stärker auf die teuren Flaggschiffe lenken wird. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der Smartphone-Markt ist eine Zweiklassengesellschaft geworden, in der die Rollen klar verteilt sind.
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