Ikea krempelt sein Smart-Home-Sortiment komplett um: Gleich 21 neue Geräte mit voller Matter-Unterstützung sollen ab Januar 2026 auf den Markt kommen. Damit will das Möbelhaus nicht nur den Anschluss an Apple, Google und Amazon halten, sondern den Smart-Home-Einstieg so einfach machen, dass selbst Technikmuffel endlich mitspielen können.
Im Mittelpunkt steht die neue Kajplats-Leuchtmittelserie - elf Lampen in verschiedenen Formen, Größen und Helligkeiten, von der klassischen E27 bis zur kompakten E14-Kerze oder dem GU10-Spot. Gegenüber der bisherigen Trådfri-Reihe gibt's erweiterte Farboptionen und feinere Lichtsteuerung. Ergänzt wird das Lichtsortiment durch fünf neue Sensoren und mehrere Fernbedienungen: Myggspray reagiert auf Bewegung, Myggbett erkennt geöffnete Türen und Fenster, Timmerflotte misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Alpstuga überwacht CO₂- und Feinstaubwerte, und Klippbok meldet Wasseraustritt. Dazu kommen neue Bilresa-Controller mit Scrollrad oder Doppeltaste sowie der Grillplats-Smart-Stecker, der auch analoge Geräte digital macht.
Der eigentliche Star der Serie heißt aber Matter - der offene Smart-Home-Standard, der endlich herstellerübergreifende Kompatibilität ermöglicht. Ikea will damit Schluss machen mit App-Zwang und Systemgrenzen: Wer will, kann seine Lampen künftig mit HomeKit, Alexa oder Google Home steuern, solange ein Matter-fähiger Hub wie Ikeas Dirigera vorhanden ist. Das ganze Sortiment ist darauf ausgelegt, ein „universelles Smart Home“ zu schaffen, das Markenmischung nicht mehr als Problem sieht, sondern als Feature.
Laut Ikea-Manager David Granath soll die neue Linie Smart-Home-Technologie „einfacher und erschwinglicher“ machen. Übersetzt heißt das: weniger Frust, weniger Fachchinesisch, mehr Plug & Play. Und weil Ikea traditionell in Preisdiskussionen keine Lust auf Premium hat, dürfte auch diesmal der Preis das wichtigste Verkaufsargument bleiben.
Ein kompletter Neustart also - mit klarer Ansage: Ikea will nicht mehr nur Lampen verkaufen, sondern Ökosysteme. Und wenn Matter hält, was es verspricht, könnte das schwedische Möbelhaus am Ende tatsächlich das schaffen, woran Google und Amazon seit Jahren basteln: ein Smart Home, das einfach funktioniert.
Kommentare (2)
Weberknecht
06.11.2025 - 21:05 Uhr