Bluetooth 6.1 ist da - und bringt ein Upgrade, das nicht nur Nerds aufhorchen lässt. Der neue Standard, offiziell am 6. Mai 2025 von der Bluetooth SIG vorgestellt, konzentriert sich weniger auf schnellere Datenübertragung oder neue Gimmicks, sondern legt den Fokus auf etwas, das gerne unter den Tisch fällt: Privatsphäre.
Kern der Neuerung ist eine Funktion namens „Randomized Resolvable Private Address“. Klingt sperrig, schützt aber effektiv: Geräte wechseln jetzt ihre Bluetooth-Adresse nicht mehr in starren Intervallen, sondern zu zufälligen Zeitpunkten. Für potenzielle Tracker heißt das: Feierabend mit dem Bewegungsprofil aus der Hosentasche. Wer bisher unbemerkt über Wochen hinweg Bluetooth-Signale mitschneiden wollte, bekommt es nun deutlich schwerer.
Neben dem Datenschutz wurde auch an der Energieeffizienz geschraubt. Die Adresswechsel übernimmt künftig der Bluetooth-Controller selbst - der Hauptprozessor darf sich also ausruhen. Klingt unspektakulär, bringt aber längere Akkulaufzeiten für Wearables und Co. Ganz nebenbei ist auch die Verschlüsselung strenger geworden: „Pause Encryption“ ist jetzt Pflicht bei allen Geräten mit Kryptofunktion.
Spannend ist auch ein organisatorischer Wechsel: Die SIG stellt künftig alle sechs Monate ein Update für den Standard bereit. Das soll Innovationen beschleunigen und Herstellern konsistenteren Zugriff auf neue Funktionen ermöglichen. Eine Art Bluetooth-Taktung, mit der man hoffentlich nicht mehr ewig auf sinnvolle Features warten muss.
Was Bluetooth 6.2 bringen wird, ist noch offen - gerüchteweise könnte mit „LE HDT“ ein echter Boost bei der Übertragungsgeschwindigkeit folgen. Bis zu 7,5Mbps sind im Gespräch. Aber das ist Zukunftsmusik.
Für den Moment bleibt: Bluetooth 6.1 bringt vor allem mehr Sicherheit, effizienteren Betrieb - und ein bisschen weniger Angst vorm heimlichen Tracking im Supermarkt.
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