1Password schaltet heute eine neue Option frei, die den Alltag vieler Nutzer spürbar beschleunigt: „Unlock with device“. Die App kann sich nun automatisch öffnen, sobald man seinen Mac entsperrt - egal ob per Face ID (bei iPhone/ iPad), Touch ID, PIN oder Passwort. Die Idee dahinter ist simpel: Wenn das Betriebssystem den Nutzer bereits eindeutig verifiziert hat, muss 1Password das nicht noch einmal tun.
Technisch wirkt das nach einer Kleinigkeit, praktisch spart es aber genau die paar Sekunden, die sich über den Tag zu einer kleinen Geduldsprobe summieren. 1Password betont dabei, man habe „nichts an der Sicherheit verändert“. Das System akzeptiert lediglich die erfolgreiche OS-Authentifizierung als vertrauenswürdigen Faktor. Wer also ohnehin Touch ID nutzt, kann das Master-Passwort künftig öfter stecken lassen.
Für verschiedene Sicherheitsbedürfnisse gibt es nun drei Modi. „Convenient“ koppelt die App komplett an die Gerätesperre und öffnet und schließt sich automatisch. „Balanced“ verlangt einmal alle acht Stunden eine manuelle Entsperrung und läuft danach wieder synchron mit dem Gerät. „Strict“ ist für die besonders Vorsichtigen: Jede Rückkehr zur App verlangt eine erneute Authentifizierung. Eine kleine Ironie am Rande: Die Unterschiede wirken größer, als sie in der Praxis wahrscheinlich ausfallen - aber immerhin lässt sich jetzt niemand mehr über zu wenige Optionen beschweren.
Zusätzlich versteckt sich hinter einem Vorschau-Schalter eine Reihe experimenteller Einstellungen. Dort kann man etwa festlegen, dass 1Password lieber das Gerätepasswort anfragt als Touch ID, oder dass die App grundsätzlich so lange angemeldet bleibt, bis man selbst die Reißleine zieht. Wer sich für die bequemeren Varianten entscheidet, muss einen Recovery-Code anlegen - ein nachvollziehbarer Kompromiss zwischen Komfort und Sicherheit.
Noch ein paar Einschränkungen: Business-Konten gehen zunächst leer aus, die neuen Presets synchronisieren nicht über Geräte hinweg und mobil existiert eine ähnliche Funktion schon länger. Der Mac hängt also diesmal ausnahmsweise hinterher.
Welche Einstellung für den eigenen Alltag am sinnvollsten ist, hängt stark vom Sicherheitsgefühl ab. Interessant ist, wie stark 1Password das Gleichgewicht zwischen maximaler Absicherung und echter Nutzbarkeit neu austariert.
Kommentare (0)