Rewe und Penny schrauben am Bonusprogramm - zum Nachteil der Kundinnen und Kunden
Rewe und Penny passen ihre neuen Bonusprogramme an – und erhöhen die Einkaufshürden für Rabatte deutlich. Was das für Kundinnen und Kunden bedeutet.
Bildquelle: Andy Hermawan | unsplash
2 Min. Lesezeit
Mit großem Tamtam haben sich Rewe und Penny Ende 2024 vom Payback-System verabschiedet. Der Grund: mehr Kontrolle über Kundendaten, mehr Flexibilität bei Rabatten - und eine schicke neue App mit allem drum und dran. Doch nur drei Monate später sieht die Sache schon ganz anders aus. Die Bonusprogramme wurden klammheimlich verschärft, wie WinFuture berichtet.
Weniger Bonus fürs gleiche Geld
Was als kundenfreundliche Alternative zum Payback-Punktesammeln gedacht war, wird nun nach oben korrigiert - allerdings nicht im Sinne der Rabatte. Stattdessen müssen Kundinnen und Kunden deutlich mehr einkaufen, um überhaupt in den Genuss der versprochenen Prozente zu kommen.
Beispiel gefällig? Bei Rewe gibt's die erste Rabattstufe von 3 Prozent jetzt erst ab einem Einkaufswert von 100 Euro im Monat - vorher reichten 50 Euro. Wer sich die 10 Prozent Bonus sichern will, muss nun 500 Euro umsetzen, statt wie bisher 400. Auch Penny hat seine Schwellen still erhöht. Und das alles ohne große Ankündigung. Viele Kund:innen dürften erst bei der nächsten Abrechnung staunen.
War der Erfolg zu groß?
Laut Rewe liefen die neuen Programme zu gut. Die App war zwischenzeitlich in den App-Stores ganz oben, die Nutzerzahlen explodierten. Auch Penny spricht von übertroffenen Erwartungen. Klingt, als hätte man sich verkalkuliert - und die Rabatte wurden schlicht zu teuer. Also zieht man die Notbremse und schraubt die Bedingungen hoch.
Offiziell spricht man natürlich von einer „Weiterentwicklung“ der Programme. Und betont, dass die Änderungen nicht von Anfang an geplant waren. Wenn das stimmt, ist es ein ziemlicher Rechenfehler. Wenn nicht, war's vielleicht doch ein cleverer Schachzug: Erst mal viele Leute an Bord holen - und dann nachjustieren.
Kundenbindung statt Kundenverwirrung?
Trotz der höheren Schwellen dürften viele Kundinnen und Kunden Rewe und Penny treu bleiben. Der Aufwand für den Wechsel ist hoch, die neuen Systeme wirken modern und bequem - und so mancher hat sich vielleicht schon an die Einkaufs-Apps gewöhnt. Dennoch bleibt ein fahler Beigeschmack. Wer mit besseren Konditionen wirbt und diese nur wenige Wochen später verschlechtert, riskiert Vertrauen.
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.
Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!
techUpdate.io