Ikea kickt Sonos raus - Symfonisk war einmal. Nach acht Jahren haben Ikea und Sonos die Schnauze voll voneinander. Die Kooperation ist offiziell beendet, neue Symfonisk-Produkte? Fehlanzeige. Stattdessen wird der Lagerbestand abgewickelt - das war's dann mit WLAN-Lautsprechern in Lampen oder Bilderrahmen.
Die bisher erhältlichen Modelle werden zwar noch mit Software-Updates versorgt - aber wie lange, lässt Sonos offen. Zitat: „damit unsere Kunden auch in den kommenden Jahren noch großartigen Sound genießen können“. Übersetzt heißt das: Support auf Zuruf.
Dass Ikea sich von Sonos trennt, kommt nicht aus heiterem Himmel. Technisch war Symfonisk solide, aber nie wirklich massentauglich. Die Bedienung setzte auf die Sonos-App, nicht auf Ikeas eigenes Smart-Home-System. Und mit Bluetooth hatte das ganze natürlich nichts am Hut. Für einen Möbelhändler, der am liebsten QR-Codes auf Möbel klatscht und alles in eine App packen will, war das auf Dauer wohl zu viel Fremdsteuerung.
Statt Sonos gibt's bei Ikea künftig wieder einfache Bluetooth-Lautsprecher wie den Vappeby: Licht, Sound, 50 Euro - keine Integration, kein Multiroom, keine Spielereien. Aber eben: Ikea pur.
Für Sonos bedeutet das Ganze den Verlust eines prominenten Vertriebskanals. Gleichzeitig stehen auch noch die Quartalszahlen an - genau der richtige Moment, um schlechte Nachrichten hübsch zu verpacken. Dass auch noch die neue Zollpolitik der USA in die Bilanz rauscht, macht den Tag nicht besser.
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