Amazon testet 59-Euro-Grenze für Gratisversand - ohne Prime wird’s teuer
Amazon testet neuen Mindestbestellwert: 59 Euro statt 39 für kostenlosen Versand - für Nicht-Prime-Kunden wird’s spürbar teurer.
Bildquelle: ANIRUDH | unsplash
2 Min. Lesezeit
Amazon testet aktuell eine neue Schmerzgrenze: Bei ausgewählten Kunden liegt der Mindestbestellwert für kostenlosen Versand nun bei 59 statt wie bisher 39 Euro. Das betrifft ausschließlich Nicht-Prime-Kunden - also genau jene, die ohnehin schon auf viele Extras verzichten müssen.
Laut Amazon sei dies Teil eines Tests, mit dem man „besser verstehen“ wolle, wie man den Service weiter verbessern könne. Eine Formulierung, die man auch als „Wir schauen mal, wie viel Schmerz die Kunden aushalten“ lesen darf. Bereits 2023 hatte Amazon eine ähnliche Strategie verfolgt: Damals wurde der Schwellenwert von 29 auf 39 Euro erhöht - zunächst testweise, dann dauerhaft.
Der neue Wert markiert nun einen weiteren, deutlich kräftigeren Sprung. Für Gelegenheitsbesteller bedeutet das: entweder deutlich mehr Artikel in den Warenkorb packen, Versandkosten zahlen oder auf Prime umsteigen. Oder - und auch das passiert zunehmend - die Bestellung gleich ganz sein lassen und sich anderweitig umschauen.
Zahlreiche Kunden reagieren bereits mit Zurückhaltung: Sie sammeln über Wochen Artikel im Warenkorb, vergleichen Angebote, und landen oft bei günstigeren Alternativen außerhalb des Amazon-Kosmos. Gerade bei kleineren Käufen verliert Amazon damit an Attraktivität - ein durchaus riskanter Schachzug im Wettbewerb mit der internationalen Konkurrenz.
Zusätzlich hat Amazon auch an anderen Stellen angezogen: Der Versand an Packstationen kostet inzwischen 1,99 Euro - außer man erreicht den Schwellenwert oder hat ein Prime-Abo. Und auch das Prime-Abo selbst wurde zuletzt teurer: von 70 auf 90 Euro pro Jahr.
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