Unicode hat Version 17.0 offiziell freigegeben - und wie immer sind Emojis das, was beim Publikum hängenbleibt. 164 neue Symbole ziehen auf unsere Smartphones, diesmal allerdings weniger spektakulär als in den vergangenen Jahren. Viele davon sind Variationen in unterschiedlichen Hauttönen, doch ein paar frische Motive stechen hervor.
Mit dabei: ein verzerrtes Gesicht, das vermutlich zum Standard wird, sobald der nächste Montagmorgen ansteht. Ebenfalls neu ist die klassische „Kampfwolke“ im Comic-Stil - ideal für jede digitale Schlägerei, die man nicht in Worte fassen möchte. Naturfans bekommen einen Orca, Mythologie-Freunde den „Hairy Creature“-Emoji, der irgendwo zwischen Bigfoot und Werwolf schwankt. Musikalisch bringt die Posaune neuen Sound ins Emoji-Orchester, während Schatzsucher ihre virtuelle Beute künftig stilecht mit einer Truhe markieren können.
Etwas mehr Feinsinn gibt es auch: Ein geschlechtsneutraler Balletttänzer, selbstverständlich in allen gängigen Hauttönen verfügbar, erweitert das Repertoire. Und wer schon immer einen angebissenen Apfelkern oder einen Erdrutsch ins Gespräch werfen wollte, darf sich jetzt austoben.
Wie üblich ist Geduld gefragt: Unicode liefert die Blaupause, die Hersteller wie Apple, Google, Samsung und Microsoft interpretieren sie nach eigenem Geschmack. Erst wenn iOS- und Android-Updates die neuen Bildchen einpflegen, tauchen sie wirklich in Chats und Timelines auf. Das kann sich über Monate ziehen.
Unicode selbst kommentiert die Erweiterung wie gewohnt nüchtern, aber man könnte sagen: Das digitale Alphabet wird wieder ein bisschen schräger. Und schräg ist ja genau das, was Emojis so nützlich macht.
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