Fast 40 Jahre hat das 2G-Netz durchgehalten - länger als so mancher Router in deutschen Haushalten. Jetzt macht Vodafone endgültig Schluss: Ab September 2028 wird das GSM-Netz in Deutschland schrittweise abgeschaltet. Der Rückbau der Technik beginnt dann ab 2031. Für die meisten Nutzer dürfte das kaum auffallen, denn LTE- und 5G-fähige Geräte sind längst Standard.
Problematisch wird's nur für die, die wirklich noch mit einem 2G-Handy unterwegs sind (ja, die gibt's). Auch ältere IoT-Geräte wie Alarmsysteme, Smart-Meter oder Fahrzeuge mit älterem eCall könnten betroffen sein. Immerhin lässt Vodafone der Industrie etwas Luft: Für besonders kritische Anwendungen bleibt 2G noch bis Ende 2030 verfügbar.
Die Frequenzen des alten Netzes wandern nicht ins Technik-Museum, sondern werden recycelt: Ins LTE- und 5G-Netz integriert, soll das im sogenannten Low-Band-Bereich rund zehn Prozent mehr Kapazität bringen. Besonders auf dem Land, wo bisher oft nur 2G verfügbar war, verspricht Vodafone dadurch spürbare Verbesserungen. Die Modernisierung dieser Standorte soll bereits vor der Abschaltung erfolgen - diesmal angeblich wirklich.
Vodafone-CTO Tanja Richter kündigt einen „nahtlosen Übergang“ an - was im Vodafone-Sprech bedeutet: Der Kunde soll bitte selbst dafür sorgen, dass bis 2028 alle Endgeräte umgestellt sind. Für IoT-Anwendungen sollen künftig Technologien wie CAT-M und NB-IoT übernehmen - sie sind effizienter, stromsparender und vor allem: nicht aus dem letzten Jahrtausend.
Abschied also mit Ansage. Wer jetzt noch auf 2G setzt, hat drei Jahre Zeit, die Technik ins Archiv zu schicken - oder in die Schublade neben das Faxgerät.
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