5G aus der Straßenlaterne - O2 startet Smart-Pole-Offensive

Christian Palm • 13.05.2025 · 2 Min. Lesezeit
O2 Telefónica startet mit 5G-Laternen in deutschen Städten. Die neuen Smart Poles liefern schnelles Netz, wo klassische Masten fehlen.
Mobilfunk

Telefónica und das 5G Synergiewerk bringen den Mobilfunkausbau buchstäblich auf den Punkt - genauer gesagt: auf den Laternenmast. In deutschen Großstädten startet eine neue Ausbaustufe, bei der herkömmliche Straßenlaternen durch sogenannte „Smart Poles“ ersetzt werden. Diese sehen zwar aus wie normale Leuchten, beherbergen aber moderne 5G-Technik inklusive Glasfaseranschluss und integrierter Kleinantenne.

Die ersten funkenden Masten stehen bereits in Frankfurt, Köln und Würzburg. Weitere sollen zügig folgen: Allein in Frankfurt sind neue Standorte am Kornmarkt, Nibelungenplatz und an der Mainzer Landstraße geplant. Auch Köln, Hannover und Stuttgart stehen auf dem Ausbauradar. Bis Ende 2025 sollen laut Telefónica mindestens 50 dieser smarten Leuchten in Betrieb sein.

Das Ziel: besserer Empfang dort, wo klassische Mobilfunkmasten kaum Platz finden - also in dicht bebauten Innenstädten oder an Veranstaltungsorten mit hohem Datenaufkommen. Die Münchner Theresienwiese etwa soll beim nächsten Oktoberfest nicht nur Bier und Brezn liefern, sondern auch stabilen 5G-Empfang.

Die „Smart Poles“ fügen sich optisch unauffällig in die städtische Infrastruktur ein, bieten aber deutlich mehr als nur Licht: Sie sollen als zentrales Element für kommende Smart-City-Lösungen fungieren. Neben städtischem 5G-Ausbau ist auch eine Nutzung in Ferienregionen geplant - unter anderem an der Nordsee, Ostsee und am Bodensee.

Ralf Gerbershagen von 5G Synergiewerk bringt es auf den Punkt: Die funkenden Laternen sind ein skalierbarer Einstieg in die digitale Stadt. Und ein smarter Weg, um das Mobilfunknetz endlich dorthin zu bringen, wo die Nachfrage am höchsten ist - mitten ins urbane Leben.

Und so sieht sowas aus:

5G Straßenlaterne an der Frankfurter Messe. Bildquelle: telefonica.de

5G Straßenlaterne an der Frankfurter Messe. Bildquelle: telefonica.de

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