Microsoft krempelt mal wieder die Ärmel hoch und spendiert einigen deiner altbekannten Windows 11 Apps ein paar frische Funktionen. Diesmal stehen der schlichte Notepad und das kreative Paint im Fokus, die beide mit einigen cleveren Neuerungen aufwarten.
Fangen wir mit Notepad an, dem unscheinbaren Helden für schnelle Notizen. Du kennst es, Markdown wird immer wichtiger, und Notepad zieht hier weiter nach. Schon bald kannst du dich über erweiterte Markdown-Unterstützung freuen. Dazu gehören unter anderem Durchgestrichen-Formatierungen und verschachtelte Listen. Das Eintippen der Markdown-Syntax bleibt dir natürlich erhalten, aber neu ist auch, dass du viele dieser Formatierungen direkt über eine Toolbar anwenden kannst, falls du es dir einfacher machen möchtest.
Eine weitere sichtbare Änderung ist das neue "Welcome Experience". Wenn du denkst, so etwas kennt man nur von großen Software-Updates, dann täuschst du dich. Da Notepad mittlerweile häufiger aktualisiert wird, zeigt dir ein kleines Pop-up beim Start, welche neuen Funktionen gerade dazugekommen sind. So behältst du den Überblick, ohne jedes Mal die Release Notes durchforsten zu müssen. Auch im Bereich der KI-unterstützten Texterzeugung gibt es Neuigkeiten. Generierte Texte werden jetzt im Streaming-Effekt angezeigt, das heißt, du siehst die Antworten, während sie entstehen, anstatt auf den kompletten Output zu warten. Das fühlt sich flüssiger an und vermittelt den Eindruck, die Ergebnisse kämen schneller, auch wenn die eigentliche Generierungszeit gleich bleibt.
Weiter geht es mit Paint, dem kreativen Spielplatz für viele. Die wohl auffälligste Neuerung ist ein KI-gestützter Malbuch-Modus. Dieser ist allerdings den neuen Copilot+ PCs vorbehalten, da er die spezielle NPU (Neural Processing Unit) des Geräts nutzt. Stell dir vor, du öffnest Paint, wählst die Option aus dem Copilot-Menü und beschreibst in ein paar Worten, was du malen möchtest. Paint generiert dir dann eine Reihe von schwarz-weißen Umrisszeichnungen, die du nach Herzenslust ausmalen kannst - entweder digital oder nach dem Ausdrucken. Eine nette Spielerei, die einfache Textprompts in druckbare oder bearbeitbare Malvorlagen verwandelt.
Doch auch ohne einen Copilot+ PC gibt es eine Verbesserung für Paint-Nutzer: Eine einstellbare Fülltoleranz. Damit kannst du genauer festlegen, wie aggressiv das Füllwerkzeug Farbe in einem ausgewählten Bereich aufträgt. Niedrigere Toleranzwerte verhindern, dass die Farbe in benachbarte Regionen überläuft, was das Werkzeug für detailliertere Zeichnungen und Umrisse deutlich präziser macht.
Die neuen Features rollen zuerst an Windows Insider in den Canary- und Dev-Kanälen aus. In den kommenden Wochen sollen sie dann aber für alle Windows 11 Nutzer verfügbar sein, wobei der KI-Malbuch-Modus wie erwähnt auf unterstützte Copilot+ PCs beschränkt bleibt.
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