Windows-Nutzer kennen ihn seit Jahrzehnten: den gefürchteten Blue Screen of Death (BSOD). Wer ihn sieht, weiß: irgendwas ist komplett schiefgelaufen. Doch jetzt wird es schwarz. Microsoft benennt den BSOD um, überarbeitet ihn optisch und nennt das Ganze künftig den Black Screen of Death.
Der neue Bildschirm verzichtet auf das klassische Blau, das traurige Gesicht und sogar auf den QR-Code. Stattdessen gibt's eine nüchterne schwarze Fläche mit Klartext: Stop-Code, fehlerhafter Treiber, fertig. IT-Admins sollen dadurch schneller verstehen, was schiefgelaufen ist, ohne erst Crash Dumps mit WinDbg oder ähnlichen Tools sezieren zu müssen.
Microsofts Sicherheitschef David Weston nennt es einen „Versuch in Klarheit“. Man wolle besser zwischen Windows-Fehlern und Drittanbieter-Komponenten unterscheiden, um Probleme schneller lösen zu können. Klingt vernünftig, auch wenn das neue Design stark an den Black Screen bei Windows-Updates erinnert, was nicht gerade für Entspannung sorgt.
Das Update wird laut Microsoft im Sommer 2025 für Windows 11 verteilt, gemeinsam mit einem neuen Feature namens Quick Machine Recovery, das abgestürzte Systeme schneller wieder flott machen soll. Hintergrund: Das Chaos rund um das CrowdStrike-Update 2024, bei dem weltweit Millionen Windows-Rechner in Boot-Schleifen und BSODs landeten, hat wohl intern für ein Umdenken gesorgt.
Der BSOD war fast 40 Jahre lang Teil der Windows-DNA. Dass er jetzt schwarz wird, ist zwar nur Kosmetik, aber immerhin eine, die im Ernstfall tatsächlich helfen könnte.
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