WhatsApp unterliegt neuen EU-Regeln - Einstufung als „Very Large Online Platform“

Christian Palm • 18.02.2025 · 2 Min. Lesezeit
WhatsApp wird nach EU-Recht als ‚Very Large Online Platform‘ eingestuft. Erfahre, welche neuen Verpflichtungen der Messenger nun einhalten muss und was sich für Nutzer ändert.
WhatsApp iOS

WhatsApp muss künftig strengere EU-Vorgaben einhalten. Der beliebte Messenger-Dienst hat mittlerweile über 45 Millionen aktive Nutzer in der EU und erreicht damit die Schwelle einer „Very Large Online Platform“ (VLOP). Diese Einstufung basiert auf dem Digital Services Act (DSA), der strengere Regeln für große Online-Plattformen festlegt.

Welche neuen Pflichten hat WhatsApp?

Durch die VLOP-Einstufung muss WhatsApp verschiedene Maßnahmen umsetzen, um die Plattform sicherer und transparenter zu machen. Dazu gehören:

  • Meldewerkzeuge für illegale Inhalte, Waren und Dienstleistungen: Nutzer müssen die Möglichkeit haben, direkt über WhatsApp problematische Inhalte zu melden.
  • Mechanismen zur Verhinderung und Entfernung problematischer Inhalte: WhatsApp muss Systeme einführen, um gegen illegale oder schädliche Inhalte auf der Plattform vorzugehen.

Diese Anforderungen sollen die Sicherheit und Integrität digitaler Plattformen verbessern und insbesondere den Missbrauch von Messenger-Diensten zur Verbreitung illegaler Inhalte eindämmen.

WhatsApp folgt Facebook und Instagram

WhatsApp ist nicht die erste Plattform aus dem Meta-Konzern, die als VLOP eingestuft wird. Facebook und Instagram unterliegen bereits den verschärften EU-Vorgaben und mussten ebenfalls Maßnahmen zur besseren Moderation und Transparenz umsetzen.

Was bedeutet das für Nutzer?

Für Nutzer könnte sich durch die neuen Regeln einiges ändern:

  • Mehr Kontrolle: WhatsApp wird voraussichtlich neue Funktionen zur Meldung und Moderation von Inhalten bereitstellen.
  • Strengere Durchsetzung von Richtlinien: Inhalte, die gegen geltende Gesetze oder WhatsApps Richtlinien verstoßen, könnten schneller gelöscht werden.
  • Mehr Transparenz: WhatsApp muss offener über Maßnahmen zur Inhaltsmoderation und den Umgang mit Meldungen kommunizieren.

Mehr Verantwortung für WhatsApp

Mit der neuen Einstufung durch die EU wird WhatsApp in die Pflicht genommen, mehr Kontrolle über illegale Inhalte zu gewährleisten. Die neuen Vorschriften könnten den Messenger sicherer machen, stellen das Unternehmen aber auch vor Herausforderungen. Wie genau WhatsApp die Regeln umsetzt, bleibt abzuwarten.

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