WhatsApp schaltet in Sachen Sprach- und Videoanrufe einen Gang hoch. Seit dem 14. August rollt Meta weltweit neue Funktionen aus, die Gruppen- und Einzelgespräche deutlich aufwerten. Kernstück: Anrufe lassen sich jetzt im Voraus planen - praktisch für Familienrunden oder Teammeetings, ohne auf Zoom oder Teams ausweichen zu müssen.
Die Planung erfolgt direkt im Anrufe-Tab über den Plus-Button. Einladungen landen als Link in der Kalender-App oder im Chat, und pünktlich zum Start gibt's eine Benachrichtigung für alle Beteiligten. Vergesslichkeit ist damit offiziell kein Argument mehr. Auch die Übersicht bleibt gewahrt: Geplante Calls werden im Anrufe-Tab mit Teilnehmerliste angezeigt.
Meta zielt klar auf etablierte Konferenz-Tools, setzt aber auf seinen Heimvorteil: WhatsApp ist ohnehin auf fast jedem Smartphone installiert und braucht keine extra Registrierung. Seit März können iPhone-Nutzer die App sogar als Standard für Anrufe und Nachrichten festlegen - ein deutliches Signal in Richtung „All-in-one-Kommunikation“.
Dazu kommen neue Interaktions-Optionen: In Gruppenanrufen kann man jetzt virtuell die Hand heben oder mit Emojis reagieren, ohne das Gespräch zu unterbrechen. Die Features laufen auf iPhone, iPad, Windows und Mac - bei Einzelgesprächen vorerst nur auf iOS und Android. Außerdem erhalten Call-Ersteller eine Push-Nachricht, sobald jemand über den Anruf-Link beitritt.
Der große Pluspunkt bleibt die Plattformfreiheit. Anders als FaceTime oder iMessage verbindet WhatsApp iOS- und Android-Nutzer nahtlos - und das mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Anrufe.
Das Update dürfte WhatsApp in die Liga ernstzunehmender Business-Kommunikationstools katapultieren - und traditionellen Anruf-Apps den Schlaf rauben.
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