Man kennt das: Es ist spät abends, man hat einen wichtigen Gedanken für einen Kollegen oder möchte der Tante pünktlich zum Geburtstag gratulieren, ohne bis Mitternacht wach zu bleiben. Bisher war WhatsApp in solchen Momenten eher ein analoges Werkzeug - man musste im richtigen Augenblick selbst auf den Senden-Button drücken. Während die Konkurrenz aus Dubai, namentlich Telegram, diese Funktion gefühlt seit dem Pleistozän integriert hat, zieht Meta nun endlich nach.
In der aktuellen iOS-Beta ist eine Funktion aufgetaucht, mit der sich Nachrichten für einen späteren Zeitpunkt terminieren lassen. Der Prozess ist so simpel, wie man es von einem modernen Messenger erwarten darf: Nachricht schreiben, über ein erweitertes Menü Datum und Uhrzeit wählen und das System erledigt den Rest. Das Smartphone muss zum Sendezeitpunkt nicht einmal zwingend aktiv sein, da die Synchronisation über die Meta-Server läuft.
Das Ende der Drittanbieter-Apps dürfte damit besiegelt sein. Bisher mussten Nutzer, die unbedingt Zeitplanung brauchten, oft auf fragwürdige Automatisierungstools oder Hilfsprogramme zurückgreifen, die nicht selten ein Sicherheitsrisiko für die eigenen Daten darstellten. Dass WhatsApp diese Lücke nun schließt, ist weniger eine Innovation als vielmehr eine notwendige Hygienemaßnahme für die User-Experience.
Besonders für die Kommunikation über verschiedene Zeitzonen hinweg oder im geschäftlichen Kontext bietet das Feature einen echten Mehrwert. Man kann Nachrichten vorbereiten, wenn man gerade Zeit hat, ohne den Empfänger zur Unzeit aus dem Schlaf zu reißen. Wann genau die Funktion für alle Nutzer - auch für Android - ausgerollt wird, steht noch nicht fest. Meist dauert es nach dem Erscheinen in der Beta nur noch einige Wochen, bis das Update auf den Geräten landet.
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