Whatsapp bekommt endlich Nutzernamen: Meta plant Start 2026
Whatsapp führt 2026 endlich Nutzernamen ein - für mehr Privatsphäre und weniger Telefonnummern im Umlauf.
Bildquelle: Mariia Shalabaieva | unsplash
2 Min. Lesezeit
Whatsapp macht ernst mit den Nutzernamen. Nach Jahren voller Hinweise in Betaversionen und Datenschutzdiskussionen nennt Meta nun endlich ein Zeitfenster: 2026. Laut einer Mitteilung an Geschäftspartner, über die WABetaInfo berichtet, befindet sich das Feature in der finalen Testphase. Unternehmen mit Business-Account müssen bis Juni 2026 alle nötigen technischen Anpassungen abgeschlossen haben - also kurz bevor die Funktion offiziell ausgerollt wird.
Mit der Einführung von Nutzernamen geht Whatsapp einen großen Schritt in Richtung mehr Privatsphäre. Statt wie bisher die eigene Telefonnummer preiszugeben, können User:innen künftig einfach einen frei wählbaren Namen angeben. Damit entfällt die bisherige Hemmschwelle, etwa beim Kontakt mit Unternehmen oder neuen Kontakten. Meta bezeichnet das Feature passenderweise als „optionale Datenschutzfunktion“.
Besonders interessant ist die technische Umsetzung für Firmenkunden: Jeder Nutzername ist mit einer sogenannten Business-Scoped User ID (BSUID) verknüpft. Diese Kennung erlaubt es Unternehmen, mit Kund:innen zu kommunizieren, ohne deren Telefonnummer zu kennen oder zu speichern. Meta will so Datenschutz und Funktionalität miteinander versöhnen - was auch regulatorisch ein geschickter Schachzug ist.
Whatsapp kündigt an, dass Sprach- und Videoanrufe künftig ebenfalls über Nutzernamen laufen sollen. Das macht die App zu einem echten Kommunikationshub, der sich noch stärker von der klassischen Telefonnummer löst. Privatpersonen müssen allerdings noch Geduld mitbringen: Bevor die Funktion offiziell startet, soll in der ersten Jahreshälfte 2026 die Reservierung von Nutzernamen möglich werden - wer also einen begehrten Handle sichern will, sollte wachsam bleiben.
Dass Meta den Start so langfristig plant, zeigt, wie tiefgreifend die Änderungen im Hintergrund sind. Whatsapp entwickelt sich damit Schritt für Schritt von einem simplen Messenger zu einer Plattform, die Datenschutz und Identität neu denkt - und sich langsam von der Telefonnummer als zentralem Identifikationsmerkmal verabschiedet.
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