Frau an Laptop in einem Online-Meeting call webcam Skype Teams Zoom facetime

Schwarzer Bildschirm statt Mitschnitt: Teams führt Screenshot-Sperre ein

Ab Juli 2025 verhindert Microsoft Teams Screenshots in Besprechungen. Die neue Funktion soll sensible Inhalte besser schützen, hat aber Einschränkungen.

Bildquelle: Anna Shvets | pexels

2 Min. Lesezeit

Microsoft schraubt weiter an der Kontrolle über das, was in Teams-Meetings passiert - oder eben nicht mehr passieren darf. Ab Juli 2025 wird die Funktion "Bildschirmaufnahmen verhindern" eingeführt. Sie soll verhindern, dass Teilnehmer Screenshots von Besprechungsinhalten machen. Der Versuch, etwa eine Folie oder eine sensible Tabelle abzufotografieren? Ergebnis: schwarzer Bildschirm.

Diese Maßnahme betrifft alle Teams-Versionen - egal ob Desktop, mobil oder im Web. Wer mit einem Gerät dabei ist, das die Screenshot-Sperre nicht unterstützt, darf nur noch zuhören. Microsoft nennt das "Nur-Audio-Modus" - klingt freundlich, ist aber im Kern eine digitale Abriegelung.

Der Mechanismus soll auf Android, iOS, Windows und macOS greifen. Ob die Funktion standardmäßig aktiv ist oder erst von Admins freigeschaltet werden muss, lässt Microsoft noch offen. Ebenso, wie granular das Ganze steuerbar sein wird - etwa pro Meeting oder pro Benutzer.

Natürlich bleibt die Frage: Wie viel bringt so eine Sperre wirklich? Microsoft selbst gibt zu, dass der Schutz nur gegen digitale Screenshots wirkt - wer ein zweites Handy zückt und den Bildschirm fotografiert, wird weiterhin nicht aufgehalten. Es ist also eher ein Signal an Unternehmen mit Compliance-Vorgaben: "Wir tun was gegen Datenabfluss." Ob das reicht, bleibt abzuwarten.

Neben dem Screenshot-Blocker kündigt Microsoft noch weitere Teams-Neuerungen an: Im Juni soll die Rechteverwaltung für Bildschirmfreigaben in "Teams Rooms" verbessert werden, auch neue Funktionen rund um den hauseigenen KI-Assistenten Copilot sind geplant. Dazu zählen automatisch generierte Audio-Zusammenfassungen, einstellbar nach Tonfall, Länge und ausgewählten Sprechern.

Teams läuft mittlerweile in 181 Märkten, 44 Sprachen - und laut Microsoft mit über 320 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Kein Wunder also, dass Redmond jetzt verstärkt auf Kontrolle statt nur Kollaboration setzt.

golem.de

Teile diesen Beitrag
Support für unabhängige Inhalte!
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.

Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!

Antwort auf:
Kommentar schreiben
CAPTCHA
Hinweis: Dein eingegebener Name und der Kommentartext werden zur Veröffentlichung gespeichert. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.