Während wir uns noch fragen, ob die Welt wirklich einen weiteren KI-Pin braucht, bastelt OpenAI-Chef Sam Altman zusammen mit Design-Ikone Jony Ive bereits an der nächsten Hardware-Revolution. Chris Lehane, der Mann fürs Globale bei OpenAI, hat in Davos bestätigt, dass das erste physische Produkt „auf Kurs“ für die zweite Jahreshälfte 2026 ist.
Details? Offiziell Fehlanzeige. Doch die Gerüchteküche rund um den Leaker Smart Pikachu liefert ein Bild, das entweder genial oder der nächste teure Briefbeschwerer im Silicon Valley wird.
Das Gadget läuft intern wohl unter dem Namen „Sweetpea“ und wird als „spezielles Audioprodukt“ gehandelt. Statt klassischer In-Ears, die man sich in den Gehörgang drückt, soll Sweetpea hinter dem Ohr getragen werden - wie zwei kleine, pillenförmige Module aus Keramik und Metall. Das Ganze wird in einem eiförmigen Etui geladen, das Jony Ive angeblich so gestaltet hat, dass man es am liebsten „ablecken oder anbeißen“ möchte. Ob das ein offizielles Qualitätsmerkmal für Hardware im Jahr 2026 ist, ist fraglich, aber es passt zum gewohnt exzentrischen Design-Anspruch des ehemaligen Apple-Gurus.
Technisch scheint OpenAI keine Gefangenen zu machen. Unter der Haube soll ein 2-Nanometer-Chip von Samsung werkeln, der eigentlich für High-End-Smartphones gedacht ist. Das Ziel ist ambitioniert: Das Gerät soll nicht einfach nur Musik abspielen, sondern iPhone-Aktionen ersetzen, indem es direkt mit Siri (oder dem, was OpenAI daraus macht) kommuniziert. Es soll „ruhiger“ sein als ein Smartphone - ein Gerät, das im Hintergrund alles mitbekommt, was du sagst oder liest, und dir als allwissender Begleiter zur Seite steht.
OpenAI plant offenbar nicht nur einen One-Hit-Wonder. Bis 2028 sollen insgesamt fünf Geräte bei Foxconn vom Band laufen, darunter ein KI-Stift und ein Smart-Home-Hub. Die Materialkosten für Sweetpea sollen laut Leaks fast auf Smartphone-Niveau liegen, was einen saftigen Verkaufspreis verspricht. Wenn das Ziel wirklich ist, uns von den Bildschirmen wegzulocken, könnte ein Gerät, das wir uns hinter die Ohren klemmen, genau der richtige - oder eben der seltsamste - Weg sein.
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