Deutschland will DeepSeek aus App-Stores verbannen
Deutschlands Datenschutzbeauftragte fordert die Entfernung von DeepSeek aus App-Stores, wegen Datenübertragung nach China ohne EU-Standards.
Bildquelle: Matheus Bertelli | pexels
2 Min. Lesezeit
DeepSeek ist in Deutschland ins Visier der Datenschützer geraten. Die App aus China, die sich Anfang des Jahres als KI-Wunderwaffe feiern ließ, soll aus Apples und Googles App-Stores verschwinden. Das forderte diese Woche der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).
Kern des Problems: DeepSeek speichert Nutzereingaben, Dateien und andere persönliche Daten auf Servern in China - wo Behörden per Gesetz weitreichenden Zugriff haben. Laut Meike Kamp, der Datenschutzbeauftragten des Bundes, konnte DeepSeek nicht glaubhaft darlegen, dass die Daten deutscher Nutzer dort genauso geschützt sind wie nach EU-Standards. Ein entsprechendes Ultimatum des BfDI ließ das Unternehmen offenbar verstreichen.
Deutschland ist damit nicht das erste Land, das gegen die App vorgeht. Italien schmiss sie bereits aus den App-Stores, Südkorea folgte. Die Niederlande untersagten sie auf Behörden-Geräten, Belgien warnte seine Beamten davor, und Spaniens größte Verbraucherorganisation fordert eine Untersuchung. In den USA wird sogar an Gesetzen gearbeitet, die chinesische KI aus Bundesbehörden komplett verbannen könnten - inklusive wilder Ideen, Nutzer dafür haftbar zu machen.
Die Sorge ist nicht neu: DeepSeek war schon früh dadurch aufgefallen, Fragen rund um China und Politik auffällig vorsichtig oder gar nicht zu beantworten - KI-Zensur inklusive. Gleichzeitig enthält die Datenschutzrichtlinie glasklar den Verweis auf Speicherung in China. Für europäische Datenschützer ist das eine rote Linie.
Dabei lohnt der Hinweis: DeepSeeks Open-Source-Modelle sind technisch relativ einfach zu prüfen oder anzupassen. Nicht so die App und die Webversion. Die werden komplett vom Unternehmen kontrolliert - samt Serverstandort.
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.
Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!
techUpdate.io