ChatGPT bekommt ein Upgrade - und das betrifft nicht nur den Tonfall oder die Antworten, sondern gleich die gesamte Suche. OpenAI hat neue Funktionen vorgestellt, die den Chatbot ein gutes Stück näher an eine echte Allzweckmaschine heranrücken lassen. Besonders im Fokus: die Produktsuche.
Künftig können Nutzer direkt in ChatGPT nach Produkten suchen, vergleichen und sich durch externe Links sogar zum Kauf weiterleiten lassen. Die Darstellung enthält Bilder, Preise und Nutzerbewertungen - also alles, was man von klassischen Shopping-Plattformen kennt, nur eben in der Konversation eingebettet. Laut OpenAI handelt es sich dabei nicht um bezahlte Werbung. Die Produkte sollen unabhängig ausgewählt werden. Mal sehen, wie lange das so bleibt.
Auch bei der Quellenangabe wurde geschraubt. Antworten können nun mit mehreren Referenzen belegt werden, inklusive präziser Markierung, welcher Teil einer Antwort sich auf welche Quelle bezieht. Das wirkt wie eine kleine Fußnote, könnte aber ein großer Schritt in Richtung Transparenz sein - und ein stiller Seitenhieb auf andere KI-Systeme, die Quellen gern vergessen.
Zusätzlich führt OpenAI Trend-Suchanfragen und eine Autovervollständigung ein. Wer anfängt zu tippen, bekommt automatisch Vorschläge - ganz wie bei Google. Nur eben im Chatfenster. Damit wird ChatGPT immer mehr zum Meta-Navi durch das Web, ohne dass man es je verlassen muss.
Alle Funktionen werden schrittweise ausgerollt - egal ob Free-, Plus- oder Pro-Nutzer, auch ohne Login. Der Rollout dauert laut OpenAI ein paar Tage. Und spätestens dann dürfte klar sein: Die Grenzen zwischen Chat, Suche und Shopping verschwimmen weiter. Und ChatGPT will dabei nicht nur mitspielen, sondern ganz vorn mitmischen.
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