5 Gigawatt für die KI - OpenAI zündet das Datenzentrum der Superlative
OpenAI plant mit G42 ein 5-Gigawatt-Rechenzentrum in Abu Dhabi - politisch heikel, energetisch absurd, technisch gigantisch.
Bildquelle: Mariia Shalabaieva | unsplash
2 Min. Lesezeit
Während anderswo über Nachhaltigkeit geredet wird, plant OpenAI lieber ein Rechenzentrum, das so viel Strom zieht wie fünf Atomkraftwerke. Ja, richtig gelesen: 5 Gigawatt. In Abu Dhabi soll auf einer Fläche von rund 25 Quadratkilometern ein gigantischer Datenbunker entstehen - mit OpenAI als Hauptmieter. Partner ist das halb-staatliche Techkonglomerat G42, das in der Vergangenheit eher durch politische Verstrickungen als durch Transparenz aufgefallen ist.
Offiziell ist das Ganze Teil von „Stargate“, einer globalen Mega-Initiative von OpenAI, SoftBank und Oracle zur Schaffung KI-fähiger Super-Infrastruktur. Die Abu-Dhabi-Variante soll das in Texas geplante Schwesterzentrum mit schlappen 1,2 GW locker in den Schatten stellen. Skaliert wird hier nicht nur nach oben, sondern auch in Richtung geopolitische Reibungsfläche.
Denn G42 wird von Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan geleitet - seines Zeichens nationaler Sicherheitsberater der Emirate und Bruder des Herrschers. Der Konzern hatte früher enge Beziehungen zu Huawei und anderen chinesischen Firmen mit weniger vertrauenerweckenden Ruf. Dass die USA bei dieser Kombination nervös werden, ist wenig überraschend.
Auf Druck der US-Regierung ruderte G42 zurück: Man habe sämtliche China-Investments verkauft und sich vollständig aus dem Land zurückgezogen. Ob das ausreicht? Schwer zu sagen. Microsoft jedenfalls hat sich direkt ins Spiel eingekauft - mit 1,5 Milliarden Dollar Beteiligung und einem Sitz im G42-Aufsichtsrat. Offenbar will man lieber mitreden als später überrascht werden.
OpenAI-CEO Sam Altman hatte die Emirate schon 2023 für ihre frühe KI-Offenheit gelobt. Jetzt wird es konkret - mit einem Projekt, das symbolisch für die neue Logik der Branche steht: Mehr Chips, mehr Strom, mehr Daten. Der Rest? Randnotiz.
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