Western Digital scheint der Meinung zu sein, dass wir uns in den letzten Jahren viel zu sehr an die farbenfrohe Welt von WD_BLACK und WD Blue gewöhnt haben. Um die kognitive Belastung beim Hardware-Kauf vermutlich künstlich zu erhöhen oder - wie es die Marketing-Abteilung nennt - die „Historie der Marke SanDisk zu betonen“, wird das gesamte interne SSD-Portfolio umbenannt, wie auf der CES in Las Vegas bekannt gegeben wurde. Ab sofort läuft fast alles, was schnell ist und in einen M.2-Slot passt, unter dem neuen Dachnamen SanDisk Optimus.
Falls du dich also gerade erst mit den Farbcodes angefreundet hast, darfst du dieses Wissen nun direkt wieder in den Papierkorb verschieben. Unter der Haube bleibt die Technik zwar weitestgehend identisch, doch auf der Verpackung weicht das gewohnte Design einer neuen Struktur, die in drei Stufen unterteilt ist. Den Anfang macht die klassische SanDisk Optimus. Sie beerbt die bisherige WD Blue-Serie, wie etwa die SN5100, und richtet sich an Content Creator, die eine solide Performance suchen, ohne für den Namen „Gaming“ einen Aufpreis zu zahlen.
Für die Fraktion der Gamer, denen Ladezeiten wichtiger sind als die Farbe ihrer RGB-Beleuchtung, rückt die SanDisk Optimus GX nach. Hier finden die ehemaligen WD_BLACK-Modelle wie die SN7100 ihr neues Zuhause. Es ist im Grunde dieselbe Hardware, nur dass sie jetzt klingt wie ein Transformator aus einem Michael-Bay-Film. Wer das absolute Maximum aus seiner Workstation oder seinem neuen AI-PC kitzeln will, muss künftig zum Regal mit der Aufschrift SanDisk Optimus GX PRO greifen. Dort landet die bisherige Speerspitze der WD_BLACK-Reihe, inklusive der SN8100.
Laut Hersteller wirkt das neue Design moderner und soll dir dabei helfen, schneller die passende Hardware zu finden. Ob ein neuer Name dabei wirklich hilfreicher ist als ein etabliertes Farbsystem, bleibt wohl das Geheimnis der Branding-Experten. Die Umstellung erfolgt ab sofort, sodass du in der ersten Jahreshälfte 2026 die ersten Optimus-Laufwerke im Handel finden wirst. Wenn du also demnächst eine SSD suchst und keine „schwarze“ Platte mehr findest, liegt das nicht an einem Lieferengpass, sondern schlicht am neuen Namensschild.
Kommentare (1)
willi
05.01.2026 - 16:52 Uhr